Abo

Winter-Comeback im Anmarsch?Polarwirbel-Chaos bringt die Kälte zurück

09.01.2026, Niedersachsen, Laatzen: Ein Mann geht beim Schneesturm an einem Hof in der Region Hannover vorbei. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Mann geht beim Schneesturm an einem Hof vorbei

Zuerst milde Temperaturen, danach der Frost-Hammer? Das könnte uns bevorstehen!

Eine heftige Wende! Über Nacht hat sich das Wetter hierzulande von bitterkalten -20 Grad auf Temperaturen über dem Gefrierpunkt erwärmt. Wer sich aber bereits auf frühlingshafte Tage freut, wird womöglich bitter enttäuscht. Droht uns etwa eine neue Kältewelle?

Als Auslöser für dieses Wetter-Durcheinander gilt der Polarwirbel. Dieses Jahr präsentiert er sich auffallend kraftlos und wirkt sich stärker auf unser Wetter aus als in vergangenen Jahren. Zwei frühere Turbulenzen des Wirbels brachten uns bereits den frühen Schneefall im November sowie die eisige Phase seit den Weihnachtstagen. Jetzt gerät der Polarwirbel abermals durcheinander und scheint sein Schema zu wiederholen. Das berichtet „The Weather Channel“.

Doch was steckt hinter diesem Wetterphänomen? Unter normalen Umständen zirkuliert der Polarwirbel beständig über der Polarregion. Wenn sich jedoch die Stratosphäre massiv aufheizt oder der Wirbel aufspaltet, verliert er seine Stabilität. Das Resultat: Eine Verformung des Wirbels findet statt, wodurch arktische Kaltluft entweichen und bis nach Europa zu uns gelangen kann.

Polarwirbel sorgte bereits zuletzt für einen Kälteeinbruch in Deutschland

Im Moment dürfen wir aber eine kurze Pause durchatmen. Das Tauwetter verdanken wir einer frühlingsähnlichen Luftströmung von den Azoren. Bei intensiverer Sonnenstrahlung im Januar wäre sogar ein Anstieg der Temperaturen auf mehr als 20 Grad möglich – ein Niveau, das man normalerweise mit Sommertagen verbindet.

Diese winterliche Unterbrechung findet aber womöglich bald ein abruptes Ende. Der Polarwirbel ist erneut in die sibirische Richtung verdrängt worden – eine Konstellation, die in der laufenden Saison schon zweimal einen Kälteeinbruch für Deutschland sowie Europa nach sich zog. Vorhersagen deuten auf eine spürbare Abkühlung um den 25. Januar hin.

Diese Tendenz bestätigen auch die Voraussagen für die kommende Woche. Im nördlichen Teil Deutschlands könnte es bereits nächste Woche spürbar kälter werden, allerdings vorerst ohne Schneefall. Für die übrigen Regionen des Landes kündigt sich im Zeitraum vom 25. Januar bis zum 8. Februar eine erneute winterliche Periode an. Obwohl es sich bislang nur um eine Tendenz handelt, wird sie als das wahrscheinlichste Wetterszenario für die Zeit Ende Januar bis Anfang Februar angesehen. Der Winter hat sich also keineswegs verabschiedet – er legt nur eine kleine Verschnaufpause ein. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.