Keine „Mauern der Gleichgültigkeit“ Wandel im Vatikan? Weltsynode soll jetzt LGBTQI+-Stimmen hören

Vor dem Rathaus Schöneberg weht eine Regenbogenflagge.

Die Weltsynode soll künftig Stimmen der LGBTQI+-Gemeinschaft wahrnehmen. Auf dem Symbolfoto vom 34. Juni 2021 weht eine Regenbogenflagge vor den Rathaus Schöneberg in Berlin.

Lange zeigte die Kirche sich der LGBTQI+-Community gegenüber eher kritisch. Kommt jetzt der große Wandel? Die Weltsynode soll jetzt nämlich Stimmen der LGBTQI+-Gemeinschaft hören.

Bei der von Papst Franziskus ausgerufenen Weltsynode der katholischen Kirche sollen nun auch Stimmen aus der LGBTQ-Gemeinschaft gehört werden. Wie sieht der Plan dafür aus?

Die Abkürzung LGBTQ steht für Personen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, Transgender oder queer identifizieren. Die „hörende Kirche“ solle sich diesbezüglich bemühen, gastfreundlich zu sein, schrieb der Kommunikationsleiter der Synode, Thierry Bonaventura, in einem Newsletter (Samstag) des Vatikan.

Kirche soll sich bemühen, alle gleich zu behandeln

Die Kirche müsse sich der von ihr selbst errichteten Barrieren bewusst werden und die „Mauern der Gleichgültigkeit“ niederreißen. Niemand in der Kirche solle als „anders“ betrachtet werden - ganz gleich, wer er oder sie sei.

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Zudem machte das Synodensekretariat auf verschiedene Initiativen aufmerksam, durch die Stimmen von LGBTQ-Katholiken gehört werden sollen.

Umfrage über Erwartungen an die Weltsynode

So gab es etwa eine Umfrage durch einen australischen Bischof unter betroffenen Gläubigen seines Bistums. Sie waren aufgerufen, ihre Erwartungen an die Weltsynode zu schildern. Die Ergebnisse fließen in ein Positionspapier des Bistums ein.

Zurzeit finden Umfragen unter Gläubigen in Bistümern weltweit statt. Von den nationalen Bischofskonferenzen zusammengefasst, gehen die Ergebnisse an den Vatikan. Auf deren Grundlage treten dann Bischöfe auf kontinentaler Ebene zu Beratungen zusammen. Die letzte Phase bildet die Synodenversammlung der Bischöfe im Oktober 2023 im Vatikan. (kna)

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