Liegen im Sand, Sonnenschirme in Bäumen: Ein schweres Unwetter hat Lignano an der nördlichen Adria verwüstet.
Extremwetter sorgt für ChaosUrlaubsorte am Mittelmeer komplett verwüstet

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Bilder im Netz zeigen das Ausmaß des Chaos nach dem Sturm am Strand von Lignano.
Am Strand von Lignano steht kaum noch etwas an seinem Platz: Liegen völlig verstreut im Sand, Sonnenschirme sind umgekippt, persönliche Gegenstände hängen in Bäumen.
Ein schweres Unwetter hat den beliebten Urlaubsort an der nördlichen Adriaküste laut italienischen Medien getroffen.
Windböen mit bis zu 108 Kilometern pro Stunde
In der Region Friaul-Julisch Venetien wurden am Freitagnachmittag laut „Nordest24“ Windböen mit bis zu 108 Kilometern pro Stunde gemessen. Bei der Notrufzentrale gingen insgesamt über 240 Notrufe wegen Unwetterschäden ein. Einsatzkräfte waren seit den frühen Morgenstunden damit beschäftigt, Gefahrenstellen zu sichern und blockierte Straßen freizuräumen. Bäume stürzten um, Straßen wurden überschwemmt.
Videos in sozialen Netzwerken zeigen die Folgen am Strand von Lignano. Strandliegen wurden beschädigt oder weit auseinandergerissen. Sonnenschirme kippten um, Gegenstände wurden vom Wind erfasst und teilweise bis in die Bäume geweht. Auch die Promenade und große Teile des Strandes waren von den Schäden betroffen.
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Das Unwetter war zuvor angekündigt worden. Für die obere Adria galt bereits die höchste Warnstufe. Der Wetterdienst „meteo.web“ hatte vor schwerem Extremwetter im Nordosten Italiens, an der nördlichen Adriaküste und in Istrien gewarnt. Erwartet wurden Superzellen, Starkregen sowie eine erhöhte Gefahr von Windhosen und Tornados.
Auch im Urlaubsort Grado kam es zu Schäden. Berichten zufolge wurde auf einem Campingplatz ein Kind verletzt. Auf zwei Campingplätzen wurden außerdem Zelte und Wohnwagen beschädigt. Vor der Küste soll ein Tornado über dem Wasser zu sehen gewesen sein. Das Wetterphänomen erreichte demnach jedoch nicht das Festland.
An der Mittelmeerküste wurden weitere Strandbäder beschädigt. In der Küstenregion Versilia verwüsteten Windböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde Anlagen in Lido di Camaiore und Viareggio. In Tonfano wurde die Ausstattung eines Strandbades laut Berichten vollständig zerstört.
Auch am Samstag blieb die Wetterlage in Teilen Italiens angespannt. Der italienische Zivilschutz gab erneut eine gelbe Wetterwarnung wegen Regen und Gewittern heraus. Betroffen waren unter anderem Regionen im Süden des Landes sowie Teile der Lombardei.
Während im Norden weitere Gewitter möglich waren, blieb es in weiten Teilen Süditaliens heiß. Dort wurden Temperaturen von bis zu 35 bis 38 Grad erwartet, örtlich waren sogar 42 Grad möglich. Am Wochenende sollte sich die Wetterlage in Italien insgesamt beruhigen. (mg)

