Heftige Unwetter sind am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag über Deutschland gezogen. Eine Frau kam ums Leben. Auch viele Häuser und Autos werden stark beschädigt.
Heftige Unwetter und TornadoFrau von Baum erschlagen – Häuser unbewohnbar
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In der Nacht haben Unwetter in Teilen Deutschlands schwere Schäden angerichtet. Mindestens eine Person kam dabei auch ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Dutzende Gebäude wurden teils zerstört.
Der Deutsche Wetterdienst bestätigte am Donnerstag (20. August), dass es im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree einen Tornado gegeben hat.
Frau von Baum erschlagen
Im rheinland-pfälzischen Waldorf ist eine Frau von einem herabstürzenden Baum getroffen und tödlich verletzt worden. Eine weitere Frau erlitt dabei schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte.
Die beiden Frauen im Alter von 58 und 47 Jahren waren den Angaben nach gemeinsam spazieren, als das Unwetter aufzog und sie Schutz bei einer überdachten Sitzgruppe suchten. Als ein nahegelegener Baum durch das Unwetter entwurzelt wurde und auf die Sitzgruppe stürzte, wurden beide Frauen getroffen. Die 58-Jährige sei am Unfallort gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Die 47-Jährige sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
In Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis riss der Sturm Wände aus Häusern. Mindestens zwei Bauwerke seien betroffen, sagte ein dpa-Reporter vor Ort. Es gab Schäden durch abstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände. Und überall seien Bäume umgestürzt.
In der Gemeinde Bannberscheid (Westerwaldkreis) wurden Teile der Fassade der Aubachhalle weggeweht. Zudem fiel vor Ort großflächig der Strom aus. Auf der A61 stürzte ein Lastwagen wegen Sturmböen um.
Auch in Hessen, Thüringen, Brandenburg und Bayern gab es in der Nacht zahlreiche wetterbedingte Einsätze. Im hessischen Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis) beschädigte das Unwetter rund 60 Häuser, wie die Feuerwehr mitteilte.
Häuser teilweise unbewohnbar
Die Schäden reichen demnach von einzelnen fehlenden Dachziegeln bis hin zu einer totalen Dachabdeckung. Teilweise seien Dachteile bis zu 100 Meter weit geflogen, hieß es in einer Mitteilung.

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Nach einem heftigen Gewittersturm sind mehrere Häuser in Höhr-Grenzhausen (Rheinland-Pfalz) stark beschädigt worden.
Laut Polizei sind auch Häuser in Solms (Lahn-Dill-Kreis) betroffen. Mutmaßlich sei eine Windhose für die Zerstörung verantwortlich, sagte ein Sprecher. Teilweise seien komplette Dachstühle angehoben worden und einige Häuser unbewohnbar. In Laubach (Landkreis Gießen) beschädigte ein umstürzender Baum einen Gastank in einem Wohnhaus. Weil Gas austrat, wurde der Bereich im Umkreis von 200 Metern geräumt.
Im bayerischen Unterfranken wurden durch das Unwetter am Abend mehrere Autos beschädigt. Laut einem Sprecher der Polizei fielen wegen des Sturms zahlreiche Bäume um und stürzten auf Straßen sowie die Autos. Auch ein parkender Wohnwagen wurde demnach von einem Baum getroffen. Menschen kamen den Angaben zufolge dabei nicht zu Schaden.
Hinweis auf Tornado in Fürstenwalde
Im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree gibt es einen Tornado-Verdacht. Dort stürzten Bäume um und ein Dach wurde abgedeckt. Das wurde von der Europäischen Unwetter-Datenbank veröffentlicht. Hinweise auf mögliche Tornados werden noch vom Deutschen Wetterdienst überprüft.

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Ein umgestürzter Baum liegt nach einem Unwetter in Fürstenwalde-Süd auf einem Auto. Bei einem Unwetter sind mehrere Bäume umgestürzt und Autos beschädigt worden. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt jetzt, dass es im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree einen Tornado gegeben hat.
Auf einem Foto ist zu sehen, wie ein Baumstamm aus der Decke in der Küche eines Wohnhauses ragt. Es seien aber einige Schäden entstanden, etwa weil umgestürzte Bäume Autos getroffen hätten.
Nach derzeitigem Kenntnisstand seien dabei keine Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam am Mittwochabend. (dpa)

