Die Lage wegen des Feuers im Hohen Venn ist weiter angespannt. Jetzt zieht der gefährliche Rauch bis nach Köln.
Brand im Hohen VennRauch belastet auch Köln – miese Luftqualität

Copyright: Oliver Berg/dpa
Was aussieht wie Nebel, sind Rauchschwaden (hier am 18. August in Monschau), die aus dem Brandgebiet im Hohen Venn ziehen.
Aktualisiert:
Seit Tagen wütet im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn das Feuer. Eine Katastrophe, deren Auswirkung jetzt auch in Köln zu spüren – oder besser: zu riechen – ist.
Am Mittwoch (19. August) liegt deutlicher Brandgeruch in der Luft. Laut „Wetter Online“ (Stand 6.51 Uhr) ist die Luftqualität in Köln schlecht.
Flächenbrand im Hohen Venn belastet Luft im Rheinland
Demnach trägt ein kräftiger Wind aus West-Südwest den Rauch von den Wald- und Moorbränden im Hohen Venn bis ins südliche Rheinland und in die Nordeifel.
In diesen Regionen werden laut den Wetterexperten derzeit höhere Feinstaub- und Kohlenmonoxidwerte gemessen. Vor allem betroffen sind die Gebiete vom Venn und über den Köln-Bonner Raum bis ins Bergische Land.
Im nahen Bonn ist die Luftqualität sogar sehr schlecht, wie auch in Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis). In Monschau, das nahe am Brandort liegt, sowie in Euskirchen (Eifel) ist sie extrem schlecht. Hier die aktuelle Lage im Hohen Venn.
Auf donnerwetter.de heißt es aktuell: „Obwohl der Brand im Hohen Venn rund 80 Kilometer entfernt ist, verzeichnet unsere Messstation in Bonn eine bis zu achtfach höhere Feinstaubbelastung als der nahe gelegene Weiße Stein. Meteorologische Effekte und die Thermik der Rauchfahne liefern die Erklärung für dieses Phänomen.“
Obwohl der Weiße Stein deutlich näher am Brandherd im Hohen Venn liege als Bonn, würden die gemessenen Partikelwerte dort um ein Vielfaches niedriger ausfallen, heißt es auf donnerwetter.de: „So liegt die Belastung durch ultrafine Partikel der Größe 0,3 µm in Bonn bei über 100.000 Partikeln, während am Weißen Stein lediglich rund 12.750 gemessen werden. Auch bei den Feinstaubfraktionen von 0,5 µm bis 2,5 µm zeigt sich in Bonn eine etwa fünf- bis achtfach höhere Konzentration.“
„Wer empfindlich auf Rauch reagiert, sollte die Lage weiter gut im Blick behalten. Am besten Fenster und Türen erstmal zulassen und Lüftungs- oder Klimaanlagen vorübergehend ausschalten. So kommt möglichst wenig Rauch in die eigenen vier Wände“, so der Rat auf „Wetter Online“. (red)
