Schluss mit lustig! Die EU steht fest an Dänemarks Seite.
Zoff um GrönlandEU schickt Trump im Grönland-Streit eine eiskalte Warnung

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Grönland: EU-Staaten senden klares Signal an USA (Symbolbild).
Die scharfe Reaktion aus Brüssel lässt nicht auf sich warten, nachdem US-Präsident Donald Trump Grönland ins Visier genommen hat! Falls es wegen der gigantischen Arktis-Insel zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommen sollte, wären Deutschland sowie die übrigen EU-Länder möglicherweise gezwungen, Dänemark beizustehen. Eine Sprecherin von Kaja Kallas, der EU-Außenbeauftragten, hat dies nach den ergebnislosen Verhandlungen in Washington klipp und klar gesagt.
Hintergrund dieser klaren Haltung ist die Beistandsklausel im EU-Vertrag. Gemäß Artikel 42, Absatz 7, wird Grönland als zum Königreich Dänemark gehöriges Territorium angesehen und genießt deshalb diesen Schutz. Diese öffentliche Erklärung hat es in sich, obwohl ein militärischer Konflikt als extrem unwahrscheinlich eingestuft wird und die Anwendungsfrage aktuell nicht zur Debatte steht. EU-Offizielle hielten sich bei der Frage lange zurück, was auch daran lag, dass Grönlands Bevölkerung 1982 für den Austritt aus der damaligen Europäischen Gemeinschaft votierte. Das berichtet „FOCUS online“.
Die Beistandsverpflichtung der EU geht sogar weiter als der bekannte Nato-Artikel 5. Dort entscheiden die Partner nach eigenem Ermessen, wie sie bei einem Angriff unterstützen. Im Konflikt mit den USA könnte Dänemark den Nato-Bündnisfall sowieso nicht erklären, weil Washington dem zustimmen müsste. Bislang kam die EU-Klausel nur ein einziges Mal zum Einsatz: nach den Terroranschlägen in Paris im Jahr 2015. Deutschland engagierte sich daraufhin unter anderem mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen im Kampf gegen die Terrorgruppe IS.
Diese deutliche Ansage aus Brüssel kam unmittelbar nach den fruchtlosen Verhandlungen in Washington am Mittwoch. Dort versuchten der Außenminister Dänemarks, Lars Løkke Rasmussen, und seine grönländische Amtskollegin Vivian Motzfeldt, den US-Vertretern zu verdeutlichen, dass Grönland unverkäuflich ist. Aber bereits vor dem Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio sowie Vize JD Vance hatte Präsident Trump sein Interesse an der Insel voller Rohstoffe erneuert und dabei auf vermeintliche Sicherheitsbedenken hingewiesen.
Für besondere Unruhe sorgt, dass Präsident Trump bislang nicht ausschließt, zur Not auch militärische Mittel einzusetzen, um die Herrschaft über Grönland zu bekommen. Die Insel, deren Fläche zu vier Fünfteln aus Eis besteht, ist sechsmal größer als Deutschland und hat eine Bevölkerung von nur knapp 57.000 Menschen. Nach dem Gespräch mit Rubio sowie Vance erwähnte Rasmussen „fundamentale“ Meinungsverschiedenheiten.
Um ihre Verbundenheit mit Dänemark sowie Grönland zu zeigen, kündigten Deutschland und weitere EU-Länder jetzt eine Militärmission für die Insel an. Mit 13 Soldaten wird sich die Bundeswehr an einer mehrtägigen Erkundungsmission auf der arktischen Insel beteiligen. (red)
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