Abo

Kind tot, Fahrer vor GerichtProzess in Köln: 21-Jähriger soll Klasse an roter Ampel erfasst haben

Auto fuhr in Schülergruppe: Nun steht der Fahrer vor Gericht

Copyright: Sascha Thelen/dpa

Spurensuche vor Ort: Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall an einer Kreuzung in Hürth beginnt vor dem Kölner Landgericht ein Prozess. (Archivbild)

Prozess in Köln: Fahrer raste in Schulklasse – 2 Tote

Ein furchtbares Drama, das eine ganze Region erschütterte: In Hürth wurde vor etwa einem Jahr eine Schulklasse von einem Auto erfasst. Ein Mädchen und ein Schulbegleiter starben. Am Montag (9.30 Uhr) beginnt der Prozess gegen den Fahrer vor dem Landgericht in Köln.

Dem heute 21-Jährigen wird fahrlässige Tötung in zwei Fällen und fahrlässige Körperverletzung in zwei Fällen zur Last gelegt. Das schreckliche Ereignis sorgte damals für Fassungslosigkeit und große Trauer.

Anklage: Mit bis zu 57 km/h über rote Ampel

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Angeklagten, eine Ampel ignoriert zu haben, die bereits seit vier Sekunden Rot zeigte. Mit bis zu 57 Kilometern pro Stunde soll der damals 20-Jährige ungebremst in die Schar der Viertklässler gesteuert sein.

Die Gruppe der Kinder war mit Lehrkräften und Betreuern unterwegs, um bei Grün einen Zebrastreifen zu passieren. Der Wagen erwischte drei der Schüler sowie einen Schulbegleiter. Ein Kind und der Erwachsene verstarben, zwei andere Kinder erlitten Verletzungen.

Prozess am Landgericht Köln

Das Verfahren soll nun aufklären, wie es zu dem fatalen Zusammenstoß kommen konnte. Weil der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt als Heranwachsender eingestuft wird, steht die Anwendung von Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht zur Debatte.

Zunächst sind für den Prozess vier Verhandlungstermine bis zum 3. Juni geplant. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Kalenderblatt

Ein Wal im Rhein

Beluga 1966 bei Duisburg gesichtet – so kam er wieder frei