Ein Bootsausflug mit tödlichem Ausgang. Jetzt steht das Urteil fest.
Tödliches Drama auf SeeFreund auf Segeltörn ertränkt – lebenslänglich!

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Symbolbild: Buch „Elder Law“ und Richterhammer auf einem Holztisch.
Ein Segelausflug mit Freunden nahm ein tragisches Ende – und nun ist das harte Urteil da! Am Montag verurteilte das Berliner Landgericht den 66-jährigen Andreas F. zur Höchststrafe: lebenslänglich für den Mord an seinem Kumpel Thomas B. (†71). Das Gericht schloss sich nach einem halben Jahr Verhandlung der Forderung der Anklage an.
Die Anwälte des Angeklagten forderten dagegen einen Freispruch und sprachen von einem furchtbaren Missgeschick. Das Drama spielte sich im August 2024 auf dem Segelboot „Jolly Rose“ ab. Schauplatz war das Kattegat, die Meerenge, welche die Nordsee mit der Ostsee verbindet. Das berichtet „t-online“.
Doch was geschah auf dem Boot? Der Angeklagte gab an, dass ein übler Zoff ausbrach. Andreas F. soll sich über den „erbarmungswürdigen Zustand“ der „Jolly Rose“ aufgeregt haben. Daraufhin soll Thomas B., der Skipper und ein Anwalt aus Berlin, ihm ins Gesicht gehauen und ihn in den Finger gebissen haben. Bei der folgenden Rauferei fiel der 71-Jährige ins Wasser.
Die krassen Momente im Meer hat sogar ein Flugzeug der Küstenwache Schwedens aus etwa 1.000 Metern Höhe mitgefilmt. Allerdings ist das Videomaterial voller Lücken und nicht eindeutig. Fest steht: Zuerst gelang es Andreas F., seinen Kumpel zurück aufs Boot zu hieven. Aber nur wenig später fiel der Mann wieder über Bord.
Anschließend hechtete Andreas F. ohne Schwimmweste nach und schwamm von hinten an den im Meer treibenden Juristen heran. Ein Sachverständiger meinte, die Aufzeichnung dokumentiere wahrscheinlich, wie der Angeklagte seinen Freund zweimal für einige Sekunden unter die Wasseroberfläche zwingt. Die Anklage war sich sicher: „Nachdem er ihn eingeholt hatte, soll er ihn zunächst an den Schultern, später am Kopf derart unter Wasser gedrückt haben, dass er ertrank.“
Der Beschuldigte stellte den Hergang jedoch komplett anders dar. Er wollte nach seinem Freund fassen, sei jedoch an der mit Luft gefüllten Jacke des Mannes gescheitert – ein misslungener Rettungsversuch. Der vorsitzende Richter Thomas Groß kaufte ihm diese Geschichte aber nicht ab. Sein unmissverständliches Fazit am Montag: „Er hat den Mann bewusst und gewollt ertränkt“.
Kurz nach dem Ableben des 71-Jährigen wurde Andreas F. in Schweden verhaftet. Seit November 2024 sitzt er in der Hauptstadt in U-Haft. Rechtskräftig ist das Urteil bislang nicht. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

