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Tödlicher TrendFür ein Foto klettert Teenie (19) auf Strommast – tot

Strommast und kahle Äste vor bewölktem Himmel

Copyright: IMAGO / Paul-Philipp Braun

Strommast und kahle Äste vor bewölktem Himmel.

Er wollte ein Bild auf einem Strommast machen – und bezahlte mit seinem Leben.

In der österreichischen Steiermark hat sich eine entsetzliche Tragödie zugetragen. Ein 19-Jähriger verlor in Feldbach sein Leben, als er am Dienstagnachmittag auf einen Strommasten kletterte. Ein Autofahrer, der auf der Bundesstraße B66 unterwegs war, entdeckte gegen 17.00 Uhr die regungslose Gestalt und alarmierte umgehend die Rettungskräfte.

Spezialeinheiten der Feuerwehr und des Stromanbieters Energie Steiermark rückten für die Bergung aus. Damit sie den Verunglückten erreichen konnten, wurde die Stromzufuhr der Leitungen gekappt. Für den 19-Jährigen, der im Bezirk Südoststeiermark zu Hause war, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch leblos geborgen werden. Das berichtet „t-online“.

Mobiltelefon verrät lebensgefährliches Hobby

Die Ermittler vermuten, dass der Jugendliche mit seinem Smartphone auf dem Mast Fotos und Videos aufnehmen wollte. Diese furchtbare Annahme wurde durch die Auswertung seines Mobiltelefons bestätigt: Die Beamten entdeckten darauf vergleichbare Aufnahmen, die von etlichen anderen Masten für Strom und Mobilfunk herrührten.

Dieser riskante Trend ist unter dem Namen „Roofing“ bekannt. Dabei erklimmen Personen ohne jede Absicherung hohe Strukturen wie Masten oder Gebäude, um Aufnahmen mit Nervenkitzel zu erstellen.

Stromanbieter spricht deutliche Warnung aus

Infolge des Unglücks sprach die Energie Steiermark eine nachdrückliche Warnung vor derartigen Unternehmungen aus. „Jede Besteigung eines Mastes ist lebensgefährlich“, wird ein Sprecher in österreichischen Medien wiedergegeben. Aus diesem Grund seien an allen Masten im unteren Bereich passende Warnschilder befestigt.

Bei der betroffenen Leitung handelte es sich um eine 20-kV-Mittelspannungsleitung. Das Energieunternehmen gibt an, dass ein Abstand von 1,5 bis zwei Metern zur Sicherheit eingehalten werden muss. Jedoch kann es selbst bei mehr Distanz, beispielsweise wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist, zu einem fatalen Stromüberschlag kommen. „Es muss gar keine Hochspannungsleitung sein“, betonte der Sprecher. Auch die Elektrizität von einer vermeintlich harmlosen 20-kV-Leitung sei absolut tödlich. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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