Tod, Terror und Kölner Jubel: Der 30. Mai hat es in sich.
Tod, Folter & LegendenWas am 30. Mai geschah: Von Jeanne d'Arc bis Thomas Häßler

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Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind.
Feuer, Tod und Jubel in Kölle! Der 30. Mai ist ein Datum voller Gegensätze. Eine französische Ikone stirbt in Flammen, ein Tyrann fällt durch Kugeln, während die Domstadt gleich doppelt Grund zum Feiern hat.
Ein schwarzer Tag für Frankreich. In Rouen endet am 30. Mai 1431 das Leben von Jeanne d'Arc auf dem Scheiterhaufen. Die als „Jungfrau von Orléans“ bekannte junge Frau führte ihr Volk im Widerstand gegen die Engländer an und stieg zur Ikone auf. Ihr Mut wurde ihr zum Verhängnis: Ein Gericht sprach sie der Ketzerei und Irrlehren schuldig und schickte sie in den Tod.
Tyrannen-Sturz nach 31 Jahren Terror
Wir springen ins Jahr 1961, zu einem weiteren blutigen Kapitel. Rafael Leónidas Trujillo, der Herrscher der Dominikanischen Republik, stirbt durch Kugeln bei einem Attentat. Seine 31-jährige Regentschaft, in der er sich als „Wohltäter und Vater des neuen Vaterlandes“ inszenierte, war vorbei. Tatsächlich zählte er zu den grausamsten Despoten Lateinamerikas. Eine Schreckenszeit fand mit seinem Ableben ein Ende.
Kölle jubelt: „Icke“ Häßler wird rund!
Doch dieser Tag bringt auch Freude, gerade hier bei uns in Köln! Thomas Häßler, die Fußball-Ikone, wird 60 Jahre alt. Jeder kennt ihn als „Icke“. Mit der Nationalelf holte er 1990 den WM-Titel und wurde 1996 Europameister.
Und noch eine Persönlichkeit mit engem Bezug zur Domstadt hat Grund zum Anstoßen. Die Reporter-Legende Heribert Faßbender wird 85. Als Stimme der ARD-„Sportschau“ und früherer Sportchef des WDR ist er unvergessen.
Wegweisender Gerichtsbeschluss
Der 30. Mai steht ebenso für wegweisende Beschlüsse. So entschied der Europäische Gerichtshof im Jahr 2006, dass die Weitergabe von Passagierinformationen an amerikanische Behörden zur Terrorbekämpfung rechtlich unzulässig sei.
Schon im Jahr 2001 machte der Bundestag den Weg frei für die Entschädigungszahlungen an frühere NS-Zwangsarbeiter. Zehn Jahre zuvor, 1991, war mit der Signatur des Staatsvertrags die Geburtsstunde des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) gekommen.
Gedacht wird an diesem Datum auch dem weltbekannten Juwelier Peter Carl Fabergé (geboren 1846), dem wir die prunkvollen Fabergé-Eier verdanken. Zudem ist es der Todestag von Boy Gobert (gestorben 1986), einem bekannten Schauspieler und Theaterintendanten. Ihren Namenstag feiern heute Ferdinand, Hubert, Jeanne und Reinhild. (dpa/red)
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