Bundespolizei und BKA haben einen mutmaßlichen IS-Anhänger festgenommen. Er soll bereits ein Ziel in Bremen für einen Anschlag ausgekundschaftet haben.
Terror-SchockIS-Anhänger soll Anschlag auf Kirche in Bremen geplant haben

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Ein mutmaßlicher IS-Anhänger, der einen Anschlag in Bremen geplant haben soll, wurde in Brandenburg festgenommen.
Er soll schon eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgemacht haben: Die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) haben am Donnerstag (17. September 2026) einen Iraker wegen der mutmaßlichen Planung von Anschlägen in Deutschland festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Gailan Al-M. soll Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein.
Im Frühling 2025 habe er geplant, in einer Gruppe Anschläge gegen aus seiner Sicht Ungläubige zu begehen, teilten die Ermittler weiter mit. Er habe versucht, Gleichgesinnte für seine Pläne anzuwerben. Das sei ihm aber nur in einem Fall gelungen - dieser zweite Tatverdächtige sei noch unbekannt.
Mutmaßlicher IS-Anhänger soll bereits Ziel ausgekundschaftet haben
Al-M. soll sich außerdem bereits eine Schusswaffe besorgt und das erste Anschlagsziel ausgekundschaftet haben, eine Kirche in Bremen. Festgenommen wurde er am Donnerstag allerdings in Brandenburg, im Landkreis Barnim. Danach wurde er dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Vorgeworfen werden Al-M. die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und ein Verstoß gegen das Waffengesetz.
Der islamistische IS kontrollierte während des Bürgerkriegs in Syrien zeitweise große Gebiete in Syrien und im Nachbarland Irak und ließ durch Anhänger unter anderem in Europa immer wieder tödliche Anschläge begehen. Er galt lange als die gefährlichste islamistische Organisation.
Immer wieder werden auch in Deutschland mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen. Ende Juni fand eine Razzia bei fünf mutmaßlichen IS-Mitgliedern in drei Bundesländern statt. Sie werden der Bundesanwaltschaft zufolge verdächtigt, nach Deutschland eingereist zu sein, um sich in Europa mit weiteren IS-Anhängern zu vernetzen und Geld für die Miliz zu beschaffen.
Im März wurde ein junger IS-Anhänger wegen der Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal, bei der ein spanischer Tourist schwer verletzt wurde, in erster Instanz verurteilt. Das Berliner Kammergericht sprach ihn wegen versuchten Mordes schuldig und verhängte 13 Jahre Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Vor einigen Tagen wurde ein mutmaßlicher Komplize wegen Beihilfe angeklagt, der ihn zu der Tat ermutigt haben soll. (afp)
