Nach Millionen-Raub: Erste Kunden verklagen die Sparkasse.
Sparkassen-Kunden klagenNach Millionen-Einbruch fordern sie jetzt ihr Geld zurück

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Die Rechtsstreitigkeiten zwischen Geschädigten und Sparkasse dürften sich lange hinziehen. (Archivbild)
Fast ein halbes Jahr ist vergangen seit dem dreisten Millionen-Raub in Gelsenkirchen, jetzt beginnt das juristische Nachspiel. Vor dem Landgericht Essen werden die ersten Zivilprozesse eröffnet. Eine Kundin macht am Mittwoch (14.00 Uhr) den Anfang und verklagt die Sparkasse auf 391.000 Euro. Es geht um entwendete Barmittel sowie Juwelen aus ihrem geknackten Depotfach.
Unmittelbar danach (14.30 Uhr) steht die Forderung eines anderen Kunden im Mittelpunkt. Dieser will knapp 49.000 Euro zurück, weil ihm Goldmünzen und wertvoller Familienschmuck entwendet wurden.
Der filmreife Einbruch: So kamen die Diebe rein
Die Tat nach den Weihnachtsfeiertagen war generalstabsmäßig geplant. Die bislang unbekannten Einbrecher verschafften sich über eine Tiefgarage Zugang zu einem Archiv. Von dort aus nutzten sie einen gewaltigen Spezialbohrer, um in den Tresorraum vorzudringen.
Im Inneren bot sich ein Bild der Verwüstung: Die Täter knackten fast alle der etwa 3.100 Schließfächer und entkamen mit dem Diebesgut. Der gesamte Schaden könnte eine schwindelerregende Summe erreichen – Experten schließen einen Betrag im dreistelligen Millionenbereich nicht aus.
Jetzt der Zoff vor Gericht: War die Bank schuld?
Die Kläger sind überzeugt: Das Geldinstitut hat bei den Sicherheitsvorkehrungen massiv geschlampt. Aus diesem Grund verlangen sie eine vollständige Haftung für den ihnen entstandenen Verlust.
Die Sparkasse bestreitet diese Anschuldigungen jedoch vehement. Ein weiterer Knackpunkt im Gerichtssaal wird die Frage sein, welche Werte sich tatsächlich in den aufgebrochenen Fächern befanden. (dpa/red)
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