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Unfassbarer Wohn-SkandalTausende sahnen doppelt ab: Sozialwohnung plus Eigenheim

Gelber Baggerarm und Schaufel vor dramatischem Himmel mit Strahlen

Baggerarm mit Schaufel vor wolkenverhangenem Himmel mit Sonnenstrahlen, symbolisch für Bauarbeiten (Symbolbild).

Riesen-Aufregung bei unseren Nachbarn: Günstig wohnen und heimlich Immobilien besitzen!

Ein echter Hammer bei unseren Nachbarn! In den Niederlanden hausen Tausende in spottbilligen Sozialwohnungen, obwohl sie insgeheim längst Immobilien ihr Eigen nennen. Eine große niederländische Zeitung, „NRC“, deckt auf: Es geht um sage und schreibe 12.000 Wohnungen, die eigentlich für Bedürftige gedacht sind. Das Dreiste daran: Viele dieser Mieter vermieten ihre eigenen Häuser einfach weiter und kassieren doppelt ab – oft gegen die Vorschriften.

Eine Untersuchung vom niederländischen Zentralen Planungsbüro (CPB) legt die schockierenden Fakten offen. Nach der Analyse von anonymisierten Daten steht fest: Ungefähr 1200 dieser Mieter besitzen nicht nur eine, sondern gleich zwei oder sogar noch mehr Immobilien. Einige wenige sollen sogar zehn oder mehr Häuser ihr Eigen nennen! Das CPB spricht laut „NRC“ von einer „besonderen Form des Fehlwohnens“, die dem sozialen Zweck der Wohnungsbaugesellschaften komplett entgegensteht. Das berichtet „FOCUS online“.

Zugegeben, für einen kleinen Teil der Fälle, etwa jeden sechsten, gibt es nachvollziehbare Erklärungen wie eine Scheidung oder ein Erbe. Doch die überwältigende Mehrheit sind Haushalte mit dicken Einkommen, die es sich in Top-Wohngegenden gemütlich gemacht haben. Die Wohnungsbaugesellschaften wollen dem Treiben aber nicht länger zusehen und greifen jetzt härter durch, wie „NRC“ meldet. Es drohen Kündigungen und schärfere Kontrollen.

Das Verrückte daran: Rechtlich ist diese Masche in den Niederlanden nicht einmal generell verboten. Trotzdem schlagen Fachleute Alarm und fordern, dass endlich etwas unternommen wird. Denn während die einen doppelt kassieren, stehen andere auf ewig langen Wartelisten. Tausende Wohnungen könnten so für Leute frei werden, die sie wirklich dringend brauchen.

Dieser Skandal wirft natürlich auch ein Licht auf die Situation hier bei uns in Deutschland. Denn auch hier gilt: Wer einmal eine Sozialwohnung ergattert hat, darf sie oft behalten, selbst wenn das Gehalt später ordentlich in die Höhe schießt. Eine Überprüfung findet meist nur ganz am Anfang statt.

Bundesbauministerin Verena Hubertz will dem jetzt einen Riegel vorschieben. Ihre Idee: Wer mehr verdient, soll in der Sozialwohnung künftig auch mehr zahlen müssen. Als Vorbild dient die sogenannte Fehlbelegungsabgabe, die es zum Beispiel im Bundesland Hessen schon gibt.

Und der Handlungsbedarf ist riesig: Laut dem Deutschen Mieterbund ist die Anzahl an Sozialwohnungen seit 2006 beinahe um die Hälfte geschrumpft. Gleichzeitig hätten Millionen von Haushalten eigentlich einen Anspruch auf so eine geförderte Wohnung. Das Geld aus den geplanten Zusatzzahlungen soll dann direkt wieder in den Bau neuer Sozialwohnungen investiert werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.