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Albstadt unter SchockExplosion tötet Familie – jetzt kämpfen die Chefs gegen wilde Spekulationen

Feuerwehrmann vor einem zerstörten Haus nach Explosion

Albstadt: Gerüchte um Gasleck nach tödlicher Explosion dementiert (Symbolbild).

Die Gerüchteküche brodelt nach dem Todes-Drama.

Ein Albtraum in Albstadt! Eine gewaltige Detonation hat ein Wohnhaus einfach pulverisiert und eine junge Familie ausgelöscht. Ein Vater (33), eine Mutter (30) und ihr kleiner Sohn (6) sind tot. Während Spezialisten fieberhaft nach dem Grund für die Katastrophe im Albstädter Stadtteil Tailfingen suchen, explodieren im Netz und im Ort die Spekulationen. Die brennende Frage auf Facebook: Wurden die Warnungen der Familie wegen Gasgeruchs tagelang ignoriert?

Doch jetzt schaltet sich Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) ein und wehrt sich vehement gegen diese Anschuldigungen. Der „Schwäbischen Zeitung“ sagte er: „Uns hat dieses Gerücht auch schon am Donnerstag erreicht“. Sein unmissverständliches Dementi: „Und ich kann, Stand heute, sagen, dass daran, nach allem, was ich weiß, überhaupt nichts dran ist.“ Unmittelbar danach habe er bei den Albstadtwerken nachgehakt, die zur Stadt gehören. Die Antwort sei eindeutig gewesen: „Dort ist weder ein Anruf noch eine andere Art der Kontaktaufnahme dokumentiert oder bekannt.“ Eine wichtige Info: Tralmer leitet den Aufsichtsrat der Albstadtwerke. Das berichtet „DER SPIEGEL“.

Mittlerweile hat sich auch der Energieanbieter zu den Gerüchten gemeldet. Dem „Schwarzwälder Boten“ teilte die Firma mit, dass man „die im Raum stehenden Aussagen zu einer erfolgten Gasgeruchsmeldung sehr ernst.“ nehme. Trotzdem sei nach derzeitigem Wissensstand klar: „im Vorfeld des Unglücks keine Meldung über einen Gasgeruch“ eingegangen. Die Albstadtwerke zeigten sich „tief betroffen über das tragische Unglück“ und bekundeten den Hinterbliebenen ihr Beileid. Man helfe den Ermittlern, wo man nur könne.

Stadt und Albstadtwerke heben hervor, dass eine zentrale Notfall-Hotline existiert. Laut Tralmer hätte ein Notruf außerdem die Einsatzzentrale des DRK sowie die Balinger Feuerwehr auf den Plan gerufen. Aber: Fehlanzeige, kein einziger Anruf dieser Art kam dort an. „Auch auf diesem Weg wäre ich direkt informiert gewesen“, betont der Rathauschef, weil er Teil des Alarm-Netzwerks der Feuerwehr ist. Sogar der Gasverbrauch der Familie wurde gecheckt – ohne jegliche Anzeichen, die auf ein Leck schließen lassen. Tralmer bekräftigte zudem, dass dem Erdgas ein Geruchsstoff beigemischt ist, der als Warnsignal für die Anwohner dient.

Am Ort der Katastrophe laufen die Untersuchungen indes auf Hochtouren. Wie die Polizei mitteilt, waren Kriminaltechniker und Spurensicherer auch am Freitag im Einsatz. Nun wird geklärt, ob wirklich ein Gasaustritt die Detonation verursacht hat. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.