Große Aufregung um Sturm „Elli“ – alles nur heiße Luft? Jetzt packt der DWD aus!
Alles nur Panikmache?Wetterdienst wehrt sich nach Sturm-Kritik

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Winterdienstfahrzeug sichert Straßen trotz Schneesturm Elli (Symbolbild).
Ein gefährlicher Sturm oder einfach nur typisches Winterwetter? Die Diskussion um die krassen Warnungen vor dem Schneesturm „Elli“ letzte Woche kocht jetzt richtig hoch. Mit extremen Formulierungen wie „Gefahr für Leib und Leben“ hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) alarmiert und Tipps gegeben, wie volltanken und Decken einpacken. Am Donnerstag und Freitag galt für beinahe das gesamte Land die zweithöchste Warnstufe Rot. Schulen in etlichen Bundesländern blieben geschlossen und im Norden hat die Bahn aus Vorsicht den Fernverkehr gestoppt.
Als „Elli“ dann aber ankam, war die Enttäuschung bei vielen groß. Auf der Plattform X machte sich Wetter-Moderator Jörg Kachelmann ironisch lustig: „Man spürt die unmittelbare Lebensgefahr, sobald man vor die Tür tritt.“ Im Netz gab es einen wahren Shitstorm. Ein Post lautete zum Beispiel: „Was ihr heute Katastrophe und Schneechaos nennt, das haben wir früher Winter genannt“. Andere User nahmen das vermeintliche Chaos mit Bildern, die von einer KI erstellt wurden, auf die Schippe. Der DWD hat nun auf diese Anschuldigungen geantwortet. Das berichtet „t-online“.
Eine Vertreterin des Wetterdienstes betonte, dass man Alarme „immer nach bestem Wissen und Gewissen“ veröffentliche. Normalerweise könne man „sehr gut vorhersagen, wie das Wetter sich entwickelt“. Sie gestand aber auch zu, dass der Schneefall und die Verwehungen im Osten und Nordosten, zum Beispiel in Berlin, geringer waren als prognostiziert. Dass die Wirklichkeit von den Vorhersagen abweicht, könne man bedauerlicherweise niemals komplett ausschließen.
Allerdings sieht der DWD die Schuld nicht nur bei sich: Die „teils dramatischen Kommunikation im Vorfeld“ sei ebenso eine „Folge von übertriebener Berichterstattung“ gewesen, die nicht vom Wetterdienst selbst kam. Außerdem hätten zahlreiche Bürger und Kommunen mustergültig gehandelt. Wegen „hervorragender Streueinsätze“ konnte man viele glatte Straßen verhindern. Ein Vertreter der Asklepios-Kliniken bekräftigte, dass „besonders gefährdete Menschen eher zu Hause geblieben sind – da haben die offiziellen Warnungen offensichtlich Wirkung gezeigt.“
Doch der Schneesturm „Elli“ hatte nicht überall ein harmloses Ende: Bei Unfällen durch Glätte kamen zwischen Donnerstag und Freitag mindestens vier Menschen ums Leben, Dutzende weitere erlitten Verletzungen. Auf den Autobahnen blieben etliche Lkw stecken, was zu einem riesigen Durcheinander im Verkehr führte. Zwei Stadtbahnen in Hannover sprangen aus den Schienen, vermutlich wegen zusammengepresstem Schnee und Eis auf den Gleisen. Und auch die Bahn sah sich gezwungen, wegen der gewaltigen Schneemengen den Fernverkehr im Norden zu stoppen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
