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Schule feuert FrauenPolizei-Ermittlungen nach Porno-Eklat in 9. Klasse

Einsatzfahrzeug der Polizei

Copyright: IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

Schule wirft Kursleiterinnen raus: Polizei-Ermittlungen nach Porno-Eklat in 9. Klasse. (Symbolbild)

Ein Kunstprojekt sollte es an einer sächsischen Schule werden, doch es wurde ein handfester Skandal.

An der Oberschule im sächsischen Schleife eskalierte ein Theaterworkshop mit dem Titel „Mut“ völlig. Zwei Dozentinnen aus der Hauptstadt präsentierten Jugendlichen der 9b-Klasse unter anderem unzensierte Aufnahmen, die Close-ups von männlichen Genitalien sowie Akte von Oralsex zwischen Männern beinhalteten. Die Wut darüber war gewaltig: Noch am gleichen Tag entließ die Schulleitung die zwei Frauen. Das berichtet „bild.de“.

Kursleiterinnen nach Porno-Projekt gefeuert: Jetzt ermittelt die Polizei

Die Angelegenheit zieht nun rechtliche Konsequenzen nach sich. „Es gab mehrere Eltern, die Anzeige erstattet haben“, bekräftigt Anja Leuschner (38), eine Sprecherin der Polizei in Görlitz. Die Ermittlungen richten sich gegen zwei volljährige Frauen aufgrund des Verdachts der Verbreitung pornografischer Materialien an unter 18-Jährige. Als erstes Medium hatte das Wochenblatt „Junge Freiheit“ den Skandal öffentlich gemacht. 

In Schleife, einer kleinen Ortschaft mit 2500 Seelen, ist die Bestürzung groß. Der Workshop wurde im deutsch-sorbischen Schulzentrum abgehalten und von zwei Damen geleitet, die sich mit den Namen „Paula und Alma“ bekannt machten. Während einer Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend war der Zuschauerbereich voll besetzt, wo wütende Eltern ihrem Unmut freien Lauf ließen.

Nachmittags tauchten die Fotos im Elternchat auf

„Am Nachmittag tauchten die Fotos im Elternchat auf“, erzählt die Sprecherin der Elternschaft für die Klasse. „Zudem gab es politische Aussagen anhand von Flyern. Das alles finden wir befremdlich.“ Die präsentierten Aufnahmen stammen angeblich aus der Zeitschrift „Queer Sex – Whatever the Fuck You Want“.

Ein besonders heikler Punkt: Kein Lehrpersonal war während des Workshops zugegen. Die Jugendlichen waren mit den zwei Dozentinnen auf sich allein gestellt. Clemens Arndt (48) vom Landesamt für Schule und Bildung in Sachsen erklärt, dass keine Aufsichtspflichtverletzung bestehe, weil die Verantwortung an pädagogische Fachkräfte übertragen werden dürfe. Eine der Leiterinnen ist demnach eine diplomierte Pädagogin.

Das ist für die Elternschaft jedoch nur ein schwacher Trost. Vater Enrico Beesdo (49) zeigt sich schockiert. „Solche Personen ohne einen Lehrer auf Kinder loszulassen, das geht gar nicht“, äußert der Meister für Heizungs- und Sanitärbau. Seine Tochter, 15 Jahre alt, habe ihn im Anschluss an den ersten Tag des Projekts aufgelöst kontaktiert und darum gebeten, umgehend nach Hause geholt zu werden.

Ebenso findet Bürgermeister Jörg Funda (61, CDU) klare Worte, nachdem ihm die Bilder gezeigt wurden: „Als Vater von vier Kindern wäre ich auch auf den Tisch gesprungen.“ Er verlangt, dass sich ein solcher Vorfall niemals wiederholen dürfe, „nicht in Sachsen, nicht in Deutschland“.

Das subventionierte Theaterprojekt war ein Angebot der gemeinnützigen Amadeu-Antonio-Stiftung. Die Bildungseinrichtung nahm die Offerte an, nachdem sich der Direktor eine Skizze des Projekts und die polizeilichen Führungszeugnisse der zwei Frauen vorlegen ließ – es gab keinerlei Auffälligkeiten. (jag)

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