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SensationsfundAntiker Ring zeigt siebtes Weltwunder – und gibt Forschern Rätsel auf

Taucher mit Ring im Meer.

Copyright: IMAGO / Cavan Images

Ein Taucher hat vor Ägypten einen wahren Schatz gehoben: Dieses winzige Detail auf einem alten Ring verblüfft jetzt Forscher. (Symbolbild, KI-optimiert)

Taucher haben vor Ägypten einen antiken Ring geborgen – ein winziges Detail darauf verblüfft nun die Forscher.

Ein Fund aus der Tiefe des Mittelmeers: Vor der Küste von Alexandria sind Taucher auf einen antiken Bronzering gestoßen. Er verschafft Wissenschaftlern neue Einblicke in die Antike. Bekannt gemacht hat das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer den Fund auf Facebook. Auf dem Ring ist wohl ein Weltwunder der Antike zu sehen.

Es handelt sich um einen gut erhaltenen Siegelring. Eingraviert sein soll darauf der legendäre Leuchtturm von Alexandria. Der Pharos, wie er genannt wird, zählte zu den sieben Weltwundern der Antike. Wie hoch er war, darüber gehen die Quellen auseinander: Die Angaben liegen zwischen 115 und 160 Metern. Damit gehörte der Turm zu den höchsten Bauwerken seiner Epoche.

Dieses Foto veröffentlichte das Ministry of Tourism and Antiquities auf ihrem Facebook-Account.

Copyright: Ministry of Tourism and Antiquities / Facebook

Dieses Foto veröffentlichte das Ministry of Tourism and Antiquities auf ihrem Facebook-Account.

Gebaut wurde das Monument im dritten Jahrhundert vor Christus. Zwölf Jahre dauerten die Arbeiten. Im achten Jahrhundert setzte ein Erdbeben dem Leuchtturm schwer zu. In den 1330er-Jahren brach er dann endgültig zusammen.

Leuchtturm von Alexandria: Ist der Pharos auf dem Siegelring zu sehen?

Für die Forscher ist der Ring aber nicht nur wegen des Weltwunders spannend. Laut dem Portal „Heritage Daily“ verrät das Schmuckstück auch etwas über einen Palast, der in der Antike auf der Insel stand. Dem Bericht zufolge deutet der Siegelring darauf hin, dass der Palast nicht allein der Repräsentation diente. Er wurde demnach auch für Verwaltungsaufgaben genutzt.

Bei den Grabungen unter Wasser holten die Archäologen noch mehr historische Stücke hervor, unter anderem Töpfe und weiteres antikes Alltagsgeschirr. Mit dabei waren auch Wissenschaftler des Europäischen Instituts für Unterwasserarchäologie.

Übrigens: Von den sieben Weltwundern der Antike steht heute nur noch eines – die Pyramiden von Gizeh. Alle anderen haben die Jahrtausende nicht überstanden. Die hängenden Gärten von Babylon im Irak sind bis heute ein geheimnisvolles Rätsel, archäologisch belegt sind sie nicht. Der Artemis-Tempel im Westen der Türkei und der Koloss von Rhodos wurden durch Brände oder Erdbeben zerstört.

Ebenso erging es der gewaltigen Zeusstatue in Olympia, dem Mausoleum von Halikarnassos in Bodrum, das für den persischen Statthalter gebaut worden war, und dem schon genannten Leuchtturm von Alexandria. Sie alle gingen im Lauf der Jahrhunderte durch verheerende Erdstöße oder die Wirren der Geschichte verloren. (red)