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Folter-HölleMann schleift Ex-Freundin halbnackt durch die Stadt

Ein Angeklagter wird mit Handfesseln vor dem Beginn seines Prozesses in den Gerichtssaal im Landgericht geführt. Der 1996 geborene Angeklagte soll nach früheren Polizeiangaben seine ehemalige Freundin im Juni 2025 entführt, brutal misshandelt und fast nackt durch die Innenstadt von Künzelsau (Hohenlohekreis) gezerrt haben. Jetzt steht er unter anderem wegen versuchten Mordes und Freiheitsberaubung vor Gericht. (zu dpa: «Mehr als 30 Stunden Gewalt – Gericht verurteilt Ex-Freund»)

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa

Ein Angeklagter wird mit Handfesseln vor dem Beginn seines Prozesses in den Gerichtssaal im Landgericht Heilbronn geführt. 

Aktualisiert

Ein Mann misshandelt seine frühere Partnerin. Was sie durchmachen musste, ist schrecklich.

Ein unfassbares Leid hat jetzt ein gerichtliches Ende gefunden. Ein Mann (29) mit deutscher und algerischer Staatsbürgerschaft wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt.

Das Gericht in Heilbronn sah es als erwiesen an, dass er seine frühere Partnerin auf bestialische Weise misshandelt hat. Der vorsitzende Richter, Martin Liebisch, fand für die Tat nur ein Wort: „erschütternd“.

Flucht ins Frauenhaus endet im Desaster

Ihre Partnerschaft war ein Teufelskreis aus brutaler Gewalt und krankhafter Eifersucht. Anscheinend ordnete sich die Frau dem Täter komplett unter. Sie kündigte ihre Arbeit, brach den Kontakt zu Freunden ab und trug seinetwegen sogar eine Burka. Stand das Essen nicht zur rechten Zeit auf dem Tisch, soll er zugeschlagen haben. Das berichtet „FOCUS online“.

In Neckarsulm spitzte sich die Lage Anfang Mai 2025 dramatisch zu. Der Mann schlug die Frau so heftig, dass sie ins Krankenhaus musste. Sie ergriff am 8. Mai die Flucht aus der Klinik, suchte Schutz in einem Frauenhaus und machte Schluss. Aber der 29-Jährige wollte das Ende der Beziehung nicht wahrhaben.

Dann der Schock am 15. Juni: Er lauerte seiner ehemaligen Partnerin im Frauenhaus auf, einem Ort, der eigentlich sicher sein sollte. Über Stunden malträtierte er sie mit Faustschlägen, würgte sie und verbrannte ihre Haut mit einer glühenden Zigarette. Die Gewalt war so extrem, dass Blut bis an den 2,20 Meter hohen Dachbalken eines Schuppens spritzte, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtete.

Halbnackt durch die Stadt gezerrt

Doch die Tortur war nicht vorbei. Der Täter befahl der Frau, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden. Dann schleifte er sie unter ständigen Hieben durch die Gassen von Künzelsau. Ihre Haut wurde dabei zerfetzt, sie trug eine Blutung im Gehirn davon. Diese Hölle auf Erden zog sich über etwa 30 Stunden hin.

Der Mann aus Pforzheim ist kein Unbekannter für die Justiz; er hat bereits Vorstrafen wegen Gewalt in der Partnerschaft. Gleich zu Beginn des Verfahrens räumte er alles ein: „Ich gebe die Taten alle zu.“ Als Grund für seine brutalen Ausbrüche nannte er seinen exzessiven Konsum von Drogen und Alkohol. Ein psychiatrischer Sachverständiger riet dazu, ihn in einer Entzugsklinik unterzubringen. Diese Behandlung kann der Verurteilte nach sechs Jahren im Gefängnis starten.

Die Anwältin des Opfers betonte, das Leben ihrer Mandantin habe „am seidenen Faden“ gehangen. Die Frau kämpft auch heute noch mit den Folgen: ständige Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Angstzustände. Ihr Gesicht ist von Narben gezeichnet, ihre Sehkraft beeinträchtigt. Mittlerweile befindet sich die Frau in einem Schutzprogramm für Zeugen und „traut sich kaum mehr auf die Straße“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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