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Nach Anschlag in Amsterdam Crime-Reporter Peter R. de Vries ist tot

Peter R. de Vries (Archivfoto vom Mai 2017) war ein prominenter Crime-Reporter in den Niederlanden. Das Foto zeigt ihn bei einem Interview. Er starb an seinen schweren Verletzungen.

Peter R. de Vries (Archivfoto vom Mai 2017) war ein prominenter Crime-Reporter in den Niederlanden. Nachdem ein Anschlag auf ihn ausgeübt worden ist, starb er nun an seinen schweren Verletzungen.

Nach dem Anschlag von Amsterdam in der vergangenen Woche ist der Crime-Reporter Peter R. de Vries (†64) nun an seinen schweren Verletzungen gestorben. 

Amsterdam. Die Niederlande stehen noch immer unter Schock: Am vergangenen Dienstag (6. Juli) wurde der prominente Crime-Reporter Peter R. de Vries in Amsterdam auf offener Straße niedergeschossen und zunächst lebensgefährlich verletzt worden. Nun ist er seinen schweren Verletzungen erlegen. Das teilte die Familie am Donnerstag (15. Juli) mit. 

Kurz nach dem Anschlag waren die zwei Männer auf der Autobahn etwa 60 Kilometer von Amsterdam entfernt festgenommen worden. Sie waren schnell durch Aussagen von Augenzeugen und Kamerabilder ausfindig gemacht worden. Ein 35 Jahre alter Pole mit Wohnsitz im Dorf Maurik im Südosten der Niederlande soll das Fluchtauto gefahren haben. Ein 21-jähriger Rotterdamer soll aus nächster Nähe fünf Schüsse auf den Reporter abgefeuert haben, einer davon traf ihn den Berichten zufolge im Kopf. Der Rotterdamer ist Medienberichten zufolge mehrfach vorbestraft. Auch der Verdächtige aus Polen soll bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sein.

Nach Mordanschlag auf Peter R. de Vries wird TV-Studio evakuiert

Wenige Tage nach dem Mordanschlag ist am vergangenen Samstag eine Fernsehsendung wegen Drohungen abgesagt worden. Das Studio im Zentrum von Amsterdam sei aus Sicherheitsgründen geräumt worden, teilte der Sender RTL mit. De Vries war vor dem Anschlag in der Live-Sendung von RTL Boulevard aufgetreten.

Der Ort, an dem der Crime-Reporter Peter R. de Vries in Amsterdam niedergeschossen wurde, ist zu einer Gedenkstätte geworden. Menschen legen am 8. Juli einige Tage nach dem Anschlag Blumen nieder und gedenken dem mittlerweile verstorbenen Journalisten.

Der Ort, an dem der Crime-Reporter Peter R. de Vries in Amsterdam niedergeschossen wurde, ist zu einer Gedenkstätte geworden. Menschen legen am 8. Juli einige Tage nach dem Anschlag Blumen nieder und gedenken dem mittlerweile verstorbenen Journalisten.

Die Polizei teilte bisher noch keine Einzelheiten über die Hintergründe der Tat und die Motive der mutmaßlichen Täter mit. Vieles deutet jedoch daraufhin, dass das organisierte Verbrechen dafür verantwortlich ist. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf das Umfeld des berüchtigten Bandenführers Ridouan Taghi, berichteten Medien unter Berufung auf Polizeiquellen. De Vries war Vertrauensperson des Kronzeugen im großen Prozess gegen die Bande von Taghi wegen Drogenhandels und Auftragsmorden. Zuvor waren bereits der Bruder des Kronzeugen und sein Verteidiger ermordet worden.

Anschlag auf Peter R. de Vries: Tatort wird zu Gedenkstätte

Inzwischen ist der Tatort zu einer Gedenkstätte geworden. Bürger legten Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Viele hinterließen an der Stelle auch Karten und Briefe. Auch auf dem Dam, dem zentralen Platz der Hauptstadt, wurden Blumen niedergelegt: 4000 weiße Rosen als Zeichen der Unterstützung für de Vries. (dpa/mg)

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