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Horror-ProzessMutter soll Sohn (†8) mit Medikamenten-Cocktail getötet haben

Glas mit Saft und Medikamenten.

Copyright: IMAGO / Cavan Images

Eine Mutter in England soll ihren achtjährigen Sohn mit einem präparierten Getränk getötet haben. (Symbolbild)

Prozess in England: Ein scheinbar harmloser Saft im Glas soll in Wirklichkeit ein tödlicher Gift-Cocktail gewesen sein.

Im Nordosten Englands sorgt ein erschütternder Fall für Entsetzen: Eine Mutter soll ihren achtjährigen Sohn mit einem präparierten Getränk getötet haben. Anschließend habe sie laut einem Bericht von „The Sun“ versucht, sich selbst das Leben zu nehmen.

Vor dem Teesside Crown Court wurde nun bekannt: Die 41-jährige Louise Cameron soll ihrem Sohn Rhys mehrfach schwarzen Johannisbeersaft gegeben haben, der laut Anklage mit Medikamenten versetzt gewesen sein soll.

Kind lehnte Getränk offenbar ab

Wie Staatsanwalt David Lamb KC vor Gericht erklärte, habe die Mutter dem Jungen das Getränk immer wieder in einer rosa Flasche mit Hello-Kitty-Motiv gereicht. Demnach soll sie es mehrfach nachgefüllt haben.

Besonders bedrückend: Laut Anklage habe der Junge gesagt, dass er das Getränk nicht wolle und dass es „nicht gut“ schmecke. Genau in diesem Moment, so die Staatsanwaltschaft, habe die Frau begonnen, ihr Kind zu vergiften.

Angehörige machen furchtbare Entdeckung

Am 15. September fuhren besorgte Verwandte zum Haus der Familie in Billingham bei Stockton-on-Tees. Dort fanden sie die Mutter benommen im Bett – neben ihr lag der bewusstlose Rhys.

Zunächst habe es so ausgesehen, als würde der Achtjährige schlafen. Doch kurze Zeit später sei klar geworden: Das Kind war bereits tot. Vor Gericht hieß es, Rettungskräften sei schnell deutlich geworden, dass der Junge schon seit einiger Zeit verstorben war.

Brief belastet die Mutter schwer

Besonders brisant: Laut Gericht soll ein Schreiben gefunden worden sein, in dem die Frau angab, ihrem Sohn eine Kombination ihrer verschriebenen Medikamente gegeben zu haben. Ein Pathologe kam später zu dem Schluss, dass genau diese Substanzen zum Tod des Kindes führten.

In dem Brief soll außerdem gestanden haben, dass sie sich selbst das Leben nehmen wollte – aber „nicht ohne“ ihren Sohn sterben wolle.

Auch gegenüber der Polizei soll die 41-Jährige später belastende Aussagen gemacht haben. Demnach habe sie erklärt, sie habe ihren Sohn nicht zurücklassen wollen.

Angeklagte nicht verhandlungsfähig

Louise Cameron ist wegen Mordes angeklagt. Allerdings wurde sie laut Gericht als nicht verhandlungsfähig eingestuft. Die Geschworenen sollen deshalb nun klären, ob sie die ihr vorgeworfenen Taten begangen hat.

Rhys soll laut Gericht körperliche Einschränkungen sowie Lernschwierigkeiten gehabt haben. Die Mutter habe als Alleinerziehende gelebt und Kontakt zu Sozialdiensten gehabt.

Der Prozess dauert an. (jag)

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