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Toter Unternehmer im WattNeue Spur nach „Aktenzeichen XY“

Rudi Cerne und großes Zeichen

Copyright: IMAGO / Sven Simon

Rudi Cerne und großes Zeichen.

Tod im Watt: Kabelbinder am Hals, Weste zerschnitten.

Zwei Jahre lang nur Spekulationen, doch nun die furchtbare Gewissheit. Im Fall von Frank Procopius (60), dem Hamburger Geschäftsmann, der Mitte 2024 leblos im Wattenmeer gefunden wurde, gibt es eine krasse Wendung. Die Fahnder sind überzeugt, dass der Mann ermordet wurde. Ein Selbstmord wird ausgeschlossen. Verkündet wurde dies am Mittwoch in der ZDF-Show „Aktenzeichen XY“.

Die Umstände des Falls machen fassungslos: Um den Hals des Opfers war ein Kabelbinder festgezogen. Seine Schwimmweste, die der als extrem umsichtig bekannte Mann stets anlegte, wurde vorsätzlich mit einem Messer aufgeschlitzt. An der Weste waren obendrein Metallhaken angebracht. Nach der TV-Ausstrahlung erhielt die Polizei etwa 50 Tipps, einer davon scheint besonders heiß zu sein. Eine Person aus dem „näheren Umfeld“ des Opfers meldete sich. Sie wird nun als Zeuge befragt. Das berichtet „t-online“.

Der fatale 29. April 2024

Am 29. April 2024 nahm das Grauen seinen Lauf. Procopius, der mit seinen Bootstouren im Hamburger Hafen sein Geld verdiente, legte allein mit seinem seetüchtigen Schlauchboot ab. Der Startpunkt: eine Anlegestelle im Kreis Stade. Angeblich wollte er nur den Motor des Bootes testen. Für den Abend war er auf einem Geburtstag eingeladen, wo er aber niemals ankam.

Seine Frau konnte ihn nach einer Weile nicht mehr kontaktieren und auch das GPS seines Mobiltelefons war verschwunden – sie alarmierte die Behörden. Kurz darauf machten Beamte der Wasserschutzpolizei eine merkwürdige Entdeckung. Vor Cuxhaven, im Gebiet der Außenelbe-Reede, drehte sich das verlassene Boot des Geschäftsmannes führerlos im Kreis. Von Procopius fehlte jedoch jede Spur.

Mehr als zwei Monate danach kam die schreckliche Bestätigung. Spaziergänger entdeckten am 9. Juli 2024 auf der Sandbank Süderoogsand den bereits stark verwesten Leichnam des 60-Jährigen.

Drogen-Deal auf offener See? Das ist die Theorie der Polizei

Die Fahnder verfolgen eine erschütternde Theorie, die in der ZDF-Show präsentiert wurde. „In dem Fall ist alles möglich“, sagte der Staatsanwalt Roman Mulke aus Flensburg, aber vieles spreche für ein Verbrechen. Eine wichtige Spur deutet auf das Drogenmilieu. Auswertungen der GPS-Daten ergaben, dass das Boot des Geschäftsmannes auf der Nordsee eine Acht zurücklegte – ein typisches Manöver, um Gegenstände aus dem Wasser zu holen.

Mulke zufolge ist die Nordsee ein bekannter Ort für sogenannte „Drop-Off-Geschäfte“. Dabei werden Drogenpakete von größeren Schiffen ins Meer geworfen und dann von kleinen, schnellen Booten eingesammelt. „Eben genau mit einem Boot, wie es Frank Procopius besaß“, betonte der Staatsanwalt. Es könnte aber auch sein, dass der 60-Jährige nur zufällig in eine Drogenübergabe platzte und die Lage daraufhin eskalierte.

Auch die Vergangenheit des Hamburger Geschäftsmannes gibt Rätsel auf. Er galt als „Kiez-Größe“ und soll bis zuletzt Verbindungen in dieses Milieu gehabt haben. Ob es dabei um das Rotlichtviertel oder die Drogenszene ging, blieb unklar. Für Tipps, die zur Lösung des Falls beitragen, wurde eine Belohnung in Höhe von 7.000 Euro ausgelobt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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