Eine Tote und 29 Verletzte sind nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Day in Berlin zu beklagen. Der Bundeskanzler ruft dazu auf, sich nicht einschüchtern zu lassen.
Merz zu CSD-Angriff„Wir sind mehr, wir sind stärker“

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Bundeskanzler Friedrich Merz (Archivfoto)
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) dazu aufgerufen, sich durch solche Taten nicht einschüchtern zu lassen.
„Diese Taten haben nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten, sie wollen uns das Wichtigste nehmen, was wir haben, nämlich unsere Offenheit und unsere Freiheit“, sagte der CDU-Politiker in Berlin kurz vor einem Gedenkgottesdienst.
Merz: „Lassen sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern“
„Ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des CSD hier in Berlin und in ganz Deutschland zurufen: Lassen sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern.“
Diese Straftäter und Extremisten hätten keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft. „Wir sind mehr, wir sind stärker“, sagte Merz.
Bei dem Angriff in Berlin wurden am späten Samstagabend eine Frau getötet und 29 Menschen teils schwer verletzt. Nach dem mutmaßlichen Täter Abdul B. wird gefahndet. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus.
Die Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen zu dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) übernehmen.
Das kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig an. „Der Innenminister hat bereits mitgeteilt, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handelt. Der Generalbundesanwalt wird die Ermittlungen übernehmen“, sagte die SPD-Politikerin. „Natürlich werden wir die Verantwortlichen mit aller Härte verfolgen und dann auch vor ein Gericht stellen.“ Noch ist die Berliner Generalstaatsanwaltschaft zuständig.
Der Generalbundesanwalt ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Er ist unter anderem zuständig für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus. Zudem kann er solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen. (dpa)
