Tödliches Internet-GeschäftMann bietet Corona-Kit für 33,50 Euro – das Röhrchen ist hochriskant

Fahrzeuge der niederländischen Polizei stehen Ende November vor einem Bahnhof in Den Haag: Die Behörden haben einen Mann festgenommen, der im Internet ein ominöses Corona-Kit verkauft hat.

Die Behörden haben einen Mann festgenommen, der im Internet ein ominöses Corona-Kit verkauft hat. Fahrzeuge der niederländischen Polizei stehen in unserem Symbolbild Ende November vor einem Bahnhof in Den Haag. 

Dieser Fall sorgt nicht nur in den Niederlanden für Aufsehen: Die Polizei hat in Den Haag einen Mann festgenommen, der im Internet ein ominöses Corona-Kit für 33,50 Euro angeboten hat. Inklusive Röhrchen mit Viren-Flüssigkeit. 

Die niederländische Finanzpolizei hat den Mann festgenommen, der im Internet die Lieferung von Coronaviren zur Selbstinfektion angeboten haben soll. Der Tatverdächtige stehe in Verbindung mit einer entsprechenden Homepage, die inzwischen abgeschaltet worden sei, berichtete die Einheit für Betrugsbekämpfung des Finanzministeriums (FIOD) in Den Haag.

Für 33,50 Euro sie dort die Zustellung eines sogenannten Corona-Kits per Post angeboten worden, berichtete die Zeitung „De Telegraaf“ am Samstag.

Angeblich soll es ein Röhrchen mit einer Viren-Flüssigkeit sowie einen Selbsttest enthalten haben.

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Corona: Anbieter verspricht Viren, die nicht älter als drei Monate sind

Die Anbieter versprachen demnach, dass die Viren nicht älter als drei Monate seien und Käufer damit „sicher sein können, dass auch die letzten Mutationen und Varianten mit dabei sind“.

Potenziellen Käufern wurde laut FIOD versprochen, dass sie sich nach Selbstinfektion und überstandener Erkrankung bei den Gesundheitsbehörden eine Bescheinigung für Genesene gemäß der 2G-Regel ausstellen lassen könnten.

Niederlande: Verdächtiger mittlerweile wieder auf freiem Fuß 

Der Verdächtige sei inzwischen wieder auf freiem Fuß. „Die weiteren Ermittlungen müssen zeigen, ob er etwas verkauft hat und wenn ja wie viel und ob das überhaupt wirkt“, sagte ein FIOD-Sprecher der Nachrichtenagentur ANP in den Niederlanden.

Die Behörde für Gesundheitsfürsorge warnte vor Selbstinfektionen: „Wer sich gezielt selbst ansteckt, bringt schuldhaft die öffentliche Gesundheit in Gefahr“, erklärte eine Sprecherin. (dpa/mg)