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Mallorca Frau wird von Immobilienmaklern belästigt: „Jeden Tag Angebote in Millionenhöhe“

Das Foto zeigt den Hafen des Stadtviertels „El Molinar“ in Palma de Mallorca.

Eine eigene Immobilie im Stadtviertel „El Molinar“ in Palma de Mallorca, wie auf dem Symbolfoto zu sehen, ist eine Goldgrube.

Immobilien sind vielversprechende Geldanlagen, vor allem in der aktuellen Zeit. Besitzt man dann auch noch eine „Bude“ mit Meerblick, steht dem Verkauf zu einem sehr hohen Preis nichts mehr im Weg – eigentlich.

Dort, wo sich die Menschen wohlfühlen, wo sie gerne hingehen und sich aufhalten, sind sie auch eher bereit, etwas mehr für ihren Aufenthalt zu zahlen. Das wissen auch (ausländische) Investoren und versuchen daher, den Anwohnerinnen und Anwohnern des mallorquinischen Viertels El Molinar ihre Immobilien abzuwerben.

Mariá José Monzó, eine noch verbliebene „Ur“-Anwohnerin der Straße „Vicari Joaquin Fuster“, hat bei den regelmäßig eintrudelnden Kaufangeboten in Millionenhöhe jedoch keine Dollarzeichen in den Augen, sondern sieht die Probleme der Viertel-Übernahme.

Mallorca: Charme durch „Luxustourismus“ zerstört

El Molinar verbindet Stadtnähe mit entspannten Spaziergängen an der Promenade. Kein Wunder, dass das Viertel sowohl bei Reisenden als auch bei Anwohnerinnen und Anwohnern sehr beliebt ist. Wie das „Mallorca Magazin“ am Montag (14. November 2022) berichtete, gibt es aber ein Problem, das den besonderen Charme des Viertel bedroht.

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Anwohnende erhalten regelmäßig horrende Kaufangebote von Investoren. Verkauft man an sie, unterstützt man den „Luxustourismus“: Das Haus wird weiterverkauft oder -vermietet und im schlimmsten Fall nur für wenige Tage im Jahr bewohnt. Die meiste Zeit steht es leer. Eine lebendige Straße und eine konstante Nachbarschaft? Für Mariá José Monzó in El Molinar mittlerweile unmöglich.

Sie sagt: „Jede Woche bekommen wir Angebote in Millionenhöhe für den Verkauf unseres Hauses. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht Briefe von Immobilienmaklern erhalten. Aber wir verkaufen nicht.“

Sie wohnt seit über 20 Jahren in der Straße „Vicari Joaquin Fuster“. Kurz vor der Jahrtausendwende konnte sie ihr Haus für einen humanen Preis erwerben. Nun beobachtet sie, wie sich der „Luxustourismus“ immer weiter ausbreitet und ihre Umgebung stark verändert. Trotzdem möchte Monzó nicht verkaufen – weil ihr Heim nicht nur eine Immobilie, sondern ihr Zuhause ist: „Das kann man mit keinem Geld der Welt kaufen.“

Laut der „Association of Real Estate Agents“ belief sich der durchschnittliche qm-Preis von Anfang 2019 bis Mitte 2022 in El Molinar auf über 4.000 Euro. Ein 100-qm-Haus würde demnach eine halbe Million kosten. Weil diese Summe schon einige Anwohnende zum Verkauf ihres kostbaren Eigentums getrieben hat, meldete sich nun auch die Nachbarschaftsplattform „Salvem El Molinar“ mit einer bitteren Prognose: „Wir sind einen Schritt davon entfernt, die Besonderheit dieses wunderbaren Viertels komplett zu verlieren.“

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