Abo

Drama um gesunkene LuxusjachtCrew jetzt schwer unter Verdacht

Küstenwachschiff und Schlepper auf dem Meer

Copyright: IMAGO / Independent Photo Agency Int.

Küstenwachschiff und Schlepper auf dem Meer.

Sie sollte nicht untergehen können – trotzdem starben 7 Menschen.

Ein Drama, das die Justiz in Italien seit beinahe zwei Jahren in Atem hält, bekommt eine neue, brisante Wendung. Der 19. August 2024 war der Tag, an dem die als „unsinkbar“ bezeichnete Luxusjacht „Bayesian“ vor der Küste Siziliens um etwa fünf Uhr morgens unterging. Die Tragödie kostete sieben Menschen das Leben, unter ihnen der britische Tech-Milliardär Mike Lynch sowie seine Tochter Hannah (18).

Ein aktuelles Gutachten wirft nun eine furchtbare Frage in den Raum: Wäre dieses Desaster vermeidbar gewesen? Auf Anordnung der italienischen Staatsanwaltschaft haben Fachleute das Wettergeschehen der fatalen Nacht nachgestellt und Informationen von den geborgenen Festplatten des Schiffs analysiert. Die Schlussfolgerung ist ein Schock: Die Wetterlage war zwar heikel, für die Besatzung aber absolut zu meistern. Das berichtet „DER SPIEGEL“.

Gutachter finden fatale Versäumnisse

Die Sachverständigen sprechen von einer sogenannten „Windlücke“, einem abrupten Anstieg des Windtempos, der oft vor Unwettern auftritt. Die vorläufigen Ergebnisse legen nahe, dass das Schiff unterging, weil die Crew die Wetterlage falsch einschätzte und zentrale Sicherheitsmaßnahmen ignorierte.

Die Aufzählung der möglichen Fehler ist schockierend. Berichten zufolge war das Schwert der Jacht eingezogen, was die Stabilität bei Böen von der Seite drastisch reduziert. Obendrein soll das Schiff vor der Katastrophe nicht korrekt in den Wind gedreht worden sein.

Im Visier der Ermittler stehen nun der Kapitän der „Bayesian“ und zwei weitere Crew-Mitglieder. Die Anschuldigungen sind gravierend: fahrlässige Herbeiführung eines Schiffbruchs und Totschlag in mehreren Fällen. Ein Untersuchungsbericht aus Großbritannien hatte allerdings zuvor angemerkt, dass die „Bayesian“ für extreme Wetterbedingungen mit Windstärken, die bis zu 130 Kilometer pro Stunde erreichten, gar nicht konstruiert war. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Der Wal liegt am Mittwochmorgen in einem gefluteten Lastschiff kurz vor der dänischen Grenze (Aufnahme aus einem Flugzeug).

Drama um Wal „Timmy“

Experte schlägt Alarm – Dieses Verhalten wäre sein Todesurteil