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Chaos im Lidl!Kunden liefern sich wilde Schlägerei um Kühlgeräte

Das Lidl-Logo an einem Supermarkt

Copyright: Marijan Murat/dpa

In französischen Lidl-Filialen kam es zu chaotischen Szenen. (Archivfoto)

Aktualisiert:

Eine stark reduzierte Sonderaktion bei Lidl ist in Frankreich völlig aus dem Ruder gelaufen. Sogar die Polizei musste einschreiten.

Eine Sonderaktion des deutschen Discounters Lidl hat in mehreren französischen Filialen zu tumultartigen Zuständen geführt.

Angesichts einer bevorstehenden Hitzewelle stritten sich die Kunden am Donnerstagmorgen (2. Juli) teilweise handgreiflich um stark reduzierte Ventilatoren und mobile Klimaanlagen.

Sonderaktion eskaliert in Frankreich: Polizei muss in Lidl-Filialen eingreifen

In mindestens einem Fall brach die Eingangstür einer Filiale unter dem Druck der wartenden Menschenmenge zusammen. Die Polizei musste eingreifen. Besonders dramatisch war die Lage in Nanterre bei Paris sowie in mehreren Läden im Norden der Hauptstadt.

Der Discounter bot rund 200.000 Kühlgeräte zu stark vergünstigten Preisen an. So waren Ventilatoren bereits ab 13,49 Euro und mobile Klimaanlagen bis maximal 179 Euro erhältlich. Die Aktion löste einen massiven Ansturm aus. Bereits Stunden vor Öffnung der Geschäfte – teilweise schon um vier Uhr morgens – bildeten sich lange Schlangen vor den Filialen. 

Den Berichten der Nachrichtenagentur AFP zufolge eskalierten die Situationen, als die Ware knapp wurde. Kunden sollen sich um die letzten verfügbaren Geräte geprügelt haben.

In einer Filiale schrie die Filialleiterin die Menge an und drohte, das Geschäft gar nicht erst zu öffnen. Videos der Vorfälle, die Rangeleien und eine aggressive Stimmung zeigen, verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien.

Im französischen Fernsehen äußerte sich Lidl-Chef Enrique Martinez zu den Vorfällen. Er bestätigte, dass einige Kunden bereits in den frühen Morgenstunden vor dem Laden gewartet hätten und es zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. Der Vorfall reiht sich in ähnliche Szenen bei anderen Händlern wie Fnac Darty ein, wo es ebenfalls zu Auseinandersetzungen um Kühlgeräte kam.

Bislang hat sich Lidl nicht offiziell zu den konkreten Zwischenfällen geäußert. Die Ereignisse werfen jedoch die Frage auf, wie Discounter künftig mit stark nachgefragten Aktionen umgehen sollten, um die Sicherheit von Kunden und Personal zu gewährleisten. (red)

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