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Klare Ansage im GerichtssaalRichterin schockt Angeklagten mit Video-Beweis

Figur eines Verbrechers und ein Richterhammer

Richterin konfrontiert Arman D. mit Tatvideo (Symbolbild).

Angeklagter schweigt, doch die Richterin hat ein Ass im Ärmel.

Eisige Stille im Hamburger Gerichtssaal. Arman D. (29) steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht, doch er mauert. Kein einziges Wort zu den Anschuldigungen am ersten Prozesstag. Seinen 30. Geburtstag in wenigen Tagen wird er statt mit einer Feier vermutlich hinter Gittern zubringen. In schwarzem Hoodie und Jeans, dem Saal den Rücken gekehrt, wirkt der Mann mit dem Dreitagebart beinahe wie ein Teenager.

Die vorgeworfene Tat ist an Brutalität kaum zu überbieten: Am Abend des 9. Juli 2025 soll er gegen 20.18 Uhr am Jungfernstieg einen 31 Jahre alten Mann attackiert haben. Seine Waffe soll ein Klappmesser mit einer 8,5 Zentimeter langen Klinge gewesen sein, mit dem er mehrfach zustach. Das Opfer erlitt Schnittwunden an Armen und Oberkörper. Nur durch das Eingreifen von Passanten konnte der Angegriffene sich wehren, woraufhin Arman D. getürmt sein soll. Das berichtet „FOCUS online“.

Warum es zu dieser blutigen Attacke kam, ist bisher ein Rätsel. Der Verteidiger von Arman D. stellte für den nächsten Gerichtstermin eine teilweise Aussage in Aussicht. Auf die Nachfrage der Richterin, in welche Richtung diese ziele, erwiderte der Anwalt nur ein Wort: „32.“ Das legt die Vermutung nahe, dass er auf den Notwehr-Paragrafen 32 des Strafgesetzbuches abzielt.

Doch kurz bevor der erste Verhandlungstag zu Ende ging, folgte der Knalleffekt. Die vorsitzende Richterin richtete das Wort direkt an den Angeklagten. „Herr D., ich sage Ihnen mal was. Der höchste Strafmilderungsgrund, der am meisten wiegt, ist ein Geständnis“, so ihre eindringlichen Worte. „Falls an dem Fall etwas dran sein sollte, überlegen Sie es sich nochmal. Das sage ich Ihnen aus Fürsorgegründen.“

Nach einer kurzen Atempause ließ sie die Katze aus dem Sack: „Ich will Ihnen dazu sagen: Es gibt ein Video des Tatgeschehens.“ Eine sichtbare Regung war bei Arman D. auf diese Enthüllung hin nicht auszumachen; er verließ den Saal blitzschnell. Der Jungfernstieg ist seit Langem ein bekannter Brennpunkt für Auseinandersetzungen, weshalb dort seit Juni 2023 die Sonderkommission „Alster“ Streife fährt. Laut Polizei hat sich die Situation seitdem verbessert, auch wenn es keine gesonderten Fallzahlen nur für diesen Bereich gibt.

Arman D. wurde am 22. Juli in Wandsbek von Zivilfahndern geschnappt und sitzt seither in Untersuchungshaft. Seine Wohnung in Tonndorf wurde ebenfalls auf den Kopf gestellt. Für das Verfahren sind insgesamt zehn Verhandlungstage vorgesehen. Die nächste Sitzung ist für den 14. Januar angesetzt, ein Urteil könnte Ende Februar fallen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.