Wieder Ärger am BER: Wegen kleiner Verspätungen bleiben Hunderte am Boden.
Keine Gnade am AirportHunderte Urlauber wegen Nachtflugverbot gestrandet

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BER-Nachtflugverbot verursacht wieder Reiseprobleme (Symbolbild).
Am Hauptstadtflughafen BER herrscht schon wieder Mega-Zoff! Einem Bericht der Fluglinie Ryanair zufolge gab es einen turbulenten Sonntagabend, von dem drei Flüge mit zusammen etwa 540 Reisenden betroffen waren. Der Auslöser: Das rigide Nachtflugverbot wurde eiskalt angewendet, obwohl es sich nur um minimale Verzögerungen handelte. Zwei Flugzeuge mit den Zielen Budapest (FR206) und London-Stansted (FR144) erhielten schlichtweg keine Starterlaubnis mehr. Die Konsequenz für die Passagiere? Sie saßen in Berlin fest und mussten dort übernachten. Ein dritter Flieger, der aus Vilnius kam (FR1571), wurde kurzerhand nach Hannover dirigiert, was für die Betroffenen eine Busfahrt von mehr als drei Stunden zurück nach Berlin nach sich zog.
Ryanair zufolge sei die Verantwortung für die Verspätungen nicht bei der Fluggesellschaft zu suchen, sondern bei einem „langsamen und schlecht organisierten Enteisungsprozess“ am Airport Berlin Brandenburg. Die zuständige Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) habe dennoch keinerlei Entgegenkommen gezeigt und stur auf dem Nachtflugverbot bestanden. Das berichtet „Mallorca Magazin“.
Das ist kein Einzelfall, und besonders Mallorca-Urlauber können ein Lied davon singen. Ein ähnliches Drama gab es bereits in der Vergangenheit mit einem Eurowings-Flieger von der Baleareninsel. Obwohl die Maschine planmäßig am Abend in Berlin landen sollte, musste sie wegen wetterbedingter Verzögerungen beim Abflug auf Mallorca nach Hannover ausweichen. Auch damals war das Nachtflugverbot ab Mitternacht die unüberwindbare Hürde. Für die Passagiere endete der Urlaub mit einer langen Busfahrt nach Berlin – eine für viele unzumutbare Situation.
Ryanair schlägt Alarm: Appell an die Politik
Die Fluglinie verlangt jetzt Taten und wendet sich direkt an Verkehrsminister Schnieder. Das unnachgiebige Vorgehen der Berliner Behörde gehöre dringend auf den Prüfstand und müsse geändert werden. Es sei untragbar, dass Reisende – ganz gleich, ob sie geschäftlich unterwegs sind oder aus dem Mallorca-Urlaub heimkehren – wegen geringfügiger Verspätungen andauernd mit Umleitungen, unfreiwilligen Übernachtungen und endlosen Busfahrten abgestraft werden.
Andere deutsche Airports belegen, dass es auch kundenfreundlicher funktioniert. In Stuttgart zum Beispiel wird die Nachtflugsperre zwischen 23 und 6 Uhr wesentlich kulanter gehandhabt. Dort erteilt man verspäteten Fliegern regelmäßig eine Landeerlaubnis, falls das Wetter, technische Defekte oder sonstige Beeinträchtigungen die Ursache sind. Ebenso in München oder Hamburg machen die zuständigen Stellen öfter von ihrem Ermessen Gebrauch, um den Reisenden derartige Qualen zu ersparen. (red)
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