Die Feierei an der Strandpromenade von Mallorca hat ein Ende nach einer langen Auseinandersetzung.
Lärm-Aus auf MalleBeliebte Kult-Bar verliert Lizenz

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Ein angesagtes Lokal am Paseo Marítimo in Palma (Symbolfoto aus Arenal) verliert wegen zu viel Lärms die Lizenz als Konzertcafé.
Am Paseo Marítimo in Palma kehrt endlich Stille ein! Die Stadtverwaltung ist nach einem langen Kampf der Nachbarschaft gegen den Krach nun eingeschritten. Dem angesagten Lokal „Three Lions“ wird die Genehmigung als Konzertcafé entzogen. Die Ursache dafür: permanenter Lärm in der Nacht, der ebenfalls vom Nachbarlokal „Shamrock“ ausging.
Das ist ein gewaltiger Triumph für die Anwohnenden. Laut Antonio Ruiz vom Anwohnerverband Paseo Marítimo war die Genehmigung für das „Three Lions“ von Beginn an nicht korrekt, weil zwei Konzertcafés nicht unmittelbar nebeneinander existieren dürfen. Weil das „Shamrock“ über die früheren Rechte verfügt, musste das „Three Lions“ jetzt weichen.
Eine Geräuschkulisse von bis zu 60 Dezibel wurde in den Wohnungen registriert. Ruiz äußerte sich erleichtert, dass sich das Ruhebedürfnis der Nachbarschaft schlussendlich durchgesetzt hat. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Ein Neustart wäre prinzipiell denkbar, jedoch an strenge Auflagen geknüpft. Das Lokal müsste von den Betreibern vollständig schalldicht gemacht werden. Dann würde es allerdings eine andere Genehmigung geben, welche Live-Musik verbietet. Zudem wäre um Mitternacht bereits Zapfenstreich.
Bereits im November 2024 konnten die Anwohner einen Etappensieg verbuchen. Eine richterliche Anordnung verpflichtete das Rathaus von Palma seinerzeit, sowohl das „Three Lions“ als auch das „Shamrock“ temporär dichtzumachen. Die Stadt werde ihrer Verantwortung für Ruhe nicht gerecht, so die Argumentation der Richter. Die Verwaltung in Palma rechtfertigte sich zu der Zeit damit, es habe nie eine formelle Klage von den Anwohnern gegeben.
Seine Genehmigung permanent eingebüßt hat ebenfalls ein weiteres Kultlokal, unweit entfernt. Am kleinen Hafen Can Barbarà ist das „Café Garito“ schon seit zwei Jahren zu. Eine vollständig neue Genehmigung wäre für einen Neustart nötig, wobei die Stadtverwaltung vermutlich penibel auf die Befolgung der Lärmschutzregeln pochen würde. (red)
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