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Eis-Schock auf MallorcaHeiz-Wahnsinn löst Feuer-Serie aus

Mobiles Heizgerät mit Heizspiralen und Bedienelementen

Ungewöhnliche Kälte macht mobile Heizgeräte zur Brandursache auf Mallorca (Symbolbild).

Minusgrade auf der Sonneninsel! Gefährliche Heizmethoden führen zu Bränden, ein Senior wird schwer verletzt.

Was für ein Schock auf der Urlaubsinsel! Eine extreme Kältewelle hat Mallorca in den letzten Tagen heimgesucht und eine erschreckende Folge gehabt: zahlreiche Feuer in Wohnungen. Ein älterer Herr wurde dabei schwer verletzt, rund ein Dutzend weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen. Der Hintergrund ist dramatisch: Feste Heizungen gibt es auf der Insel kaum, außer in modernen Häusern. Also wird improvisiert – mit Gasheizern oder offenen Kaminen. Eine extrem riskante Angelegenheit mit fatalen Folgen.

Die Feuer-Serie nahm in der Nacht zum Dienstag (6. Januar) in Alcúdia ihren Anfang. Auslöser war laut Angaben der lokalen Polizei ein mobiler Heizer in einem Raum. Nachbarn griffen beherzt zu Gartenschläuchen, um die Flammen zu stoppen, und auch Beamte eilten mit einem Feuerlöscher herbei. Am Ende konnte aber nur noch die Feuerwehr die Situation unter Kontrolle bringen. Das Ergebnis des Einsatzes ist bitter: Sechs Bewohner zogen sich leichte Rauchvergiftungen zu, eine Person erlitt einen Angstanfall und eine weitere verletzte sich am Handgelenk. Selbst zwei Einsatzkräfte der Polizei hatten zu viel Qualm abbekommen und benötigten medizinische Versorgung. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Und die Brand-Serie riss nicht ab. Gegen 9.30 Uhr morgens breitete sich in Llucmajor ein Kaminbrand auf eine Finca im Camí de Mendívil aus und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Eine 68-jährige Frau rettete sich in Panik mit einem Sprung aus dem ersten Stockwerk und zog sich dabei eine Schnittwunde am Knöchel zu. Schon am Mittag der nächste Alarm: Im Carrer Jaume Balmes in Palma brannte eine von Hausbesetzern genutzte Wohnung. Die „Okupas“ hatten Glück im Unglück und blieben unversehrt.

Der wohl schlimmste Zwischenfall passierte in Inca. In der Avinguda Reis Catòlics erlitt ein 80-jähriger Mann durch eine Gasverpuffung in seiner Küche schwere Brandverletzungen. Das Feuer war bei Eintreffen der Rettungskräfte zwar schon aus, doch der Senior musste sofort ins Krankenhaus Son Espases. Kurz darauf stand auch das Esszimmer einer Villa in Illetes in Flammen; hier atmete eine Person zu viel Rauch ein. In der Nacht zum Mittwoch waren vom spanischen Wetterdienst Aemet Tiefstwerte von bis zu minus vier Grad gemeldet worden, weshalb auch die Warnstufe Gelb galt. Doch es gibt gute Nachrichten: Die Temperaturen sollen bald wieder kräftig steigen, sodass die Heizungen nicht mehr auf vollen Touren laufen müssen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.