Heidering – Dieser Fehler kommt einem Praktikanten einer JVA in Brandenburg teuer zu stehen. Sehr teuer. Er wurde nach nur wenigen Tagen nicht nur entlassen, der Mann muss nun auch noch etwa 50.000 Euro zahlen.
- Praktikant einer JVA macht fatalen Fehler
- Er schickt ein WhatsApp-Foto, das eine enorme Sicherheitslücke birgt
- Nun muss Praktikant 50.000 Euro zahlen
Wie RTL berichtet, war der Praktikant gerade wenige Tage in der JVA im brandenburgischen Heidering im Dienst, da musste er schon wieder gehen. Denn er habe die Durchgangs- und Haftraumschlüssel fotografiert und einem Freund per WhatsApp geschickt, wie es heißt. Für die JVA eine enorme Sicherheitslücke, wie ein Justizsprecher RTL bestätigt. Mit dem Schlüssel gehe jede Tür auf.
600 Schlüssel wechselte die Anstalt wegen des Fotos aus, Kostenpunkt: etwa 50.000 Euro, schätzt der Justizsprecher. Die müsse nun der Praktikant bezahlen.
Der Vorfall habe sich am 25. Februar ereignet. Das Foto des Gefängnis-Praktikanten erreichte nicht nur seinen Freund, sondern bald auch die JVA-Leitung. Man sei sich zwar bewusst, dass er das „sicher nicht in böser Absicht getan“ habe, so der Justizsprecher.

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Blick auf die JVA Heidering (im Jahr 2018): Ein Praktikant verstieß gegen die strengen Sicherheitsbestimmungen und muss nun 50.000 Euro blechen.
Dennoch könnten Inhaftierte das Foto nutzen, um Schlüssel nachmachen zu lassen. Und sich damit zumindest innerhalb der Gefängnismauern frei bewegen zu können. Zwar sei an der Schleuse Schluss, dort müsse ein Pförtner einen Knopf drücken. Aber in der JVA selbst gehe jede Tür mit dem Schlüssel auf.
Praktikant macht fatalen Fehler in JVA und muss 50.000 Euro zahlen
Nach Bekanntwerden des Foto-Fehlers stellte die JVA umgehend das Schließsystem um, wie es heißt. Die Türen wurden in einer schnellen Aktion umgestellt. Am nächsten Tag gab es dann einen neuen Schlüssel für die Angestellten. Davor seien jedoch insgesamt 20 Mitarbeiter damit beschäftigt gewesen, den Fehler die gesamte Nacht lang wieder auszubügeln.
Blöd: Der Praktikant hätte wissen müssen, dass er keine Fotos von dem Schlüssel versenden darf. Er unterschrieb zu Beginn eine Erklärung mit den Sicherheitsvorkehrungen. Die beinhaltet: Der Schlüssel dürfe weder fotografiert noch abgemalt werden. Nur Befugte dürfen Fotos machen. Das hatte der Praktikant wohl vergessen.
Der Justizsprecher zu RTL: „Das ist das erste Mal, dass so etwas passiert ist“. Es sei aber auch das letzte Mal, denn nach der Aktion werde kein Praktikant mehr im Gefängnis Schlüssel fotografieren und versenden. (mg)


