Sensation Jetzt werden sogar schon Affen gegen Corona geimpft

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In San Diego wurden Menschenaffen das erste mal  gegen Corona geimpft. Das Foto aus dem Oktober 2020 zeigt zwei Gorillas im Frankfurter Zoo.

San Diego – Auch wenn unter anderem in Deutschland viele Menschen auf eine Corona-Schutzimpfung warten: Jetzt werden sogar schon Affen gegen das Virus geimpft. Doch was steckt dahinter?

  • Affen gegen das Coronavirus geimpft
  • Die Tiere steckten sich bei einem Zoo-Mitarbeiter an
  • Das Virus kann für Menschenaffen-Population gefährlich sein

Affen in Zoo bekommen Corona-Schutzimpfung – bei Mitarbeiter angesteckt

Im Zoo von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien sind die ersten Menschenaffen gegen Covid-19 geimpft worden.  „Der Impfstoff wurde speziell für Tiere entwickelt“, bestätigte der Betreiber des Zoos am Freitag (5. März). Geimpft wurden laut „National Geographic“ vier Orang-Utans und fünf Bonobos, demnächst sollen vier weitere Affen an der Reihe sein. Die Tiere erhielten jeweils nach drei Wochen ihre zweite Dosis.

„Den Tieren geht es gut und wir haben keine unerwünschten Reaktionen auf den Impfstoff festgestellt“, sagte Darla Davis, die Sprecherin des Zoos. Zuvor waren im Januar 2021 acht Gorillas des Zoos positiv auf das Virus getestet worden – und waren damit die ersten positiv getesteten Menschenaffen weltweit.

Die Symptome waren jedoch mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit. Die Affen haben sich seitdem vollständig erholt. Es wurde vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt hatten.

Corona-Impfstoff für Affen an Hunden und Katzen getestet

Nadine Lamberski von der San Diego Zoo Wildlife Alliance sagte, sie habe noch nie in ihrer Laufbahn so früh Zugang zu einem experimentellen Impfstoff gehabt. Obwohl der Impfstoff zuvor nur an Katzen und Hunden getestet worden sei, habe sie sich für das Risiko entschieden, die Menschenaffen damit zu impfen.

Insgesamt kümmerten sie und ihr Team sich um 14 Gorillas, acht Bonobos und vier Orang-Utans - allesamt gefährdete Tiere, die viel Zeit in Innenräumen verbrächten, wo die Verbreitung von Krankheiten wahrscheinlicher sei. Während der Impfung wurden die Tiere mit Leckereien abgelenkt.

Corona ist eine Gefahr für die Gorilla-Population

Corona-Infektionen sind laut „National Geographic“ auch bei Hunden, Katzen, Nerzen, Tigern, Löwen und einigen anderen Tieren auf der ganzen Welt bestätigt worden. Dass Menschenaffen für das Coronavirus empfänglich waren, beunruhigte die Wissenschaftler aber besonders.

Es gebe nur noch weniger als 5000 Gorillas in freier Wildbahn. Da sie in engen Familiengruppen lebten, wurde befürchtet, die Corona-Infektion könnte sich schnell ausbreiten und die Populationen gefährden. (dpa)

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