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Irre Wende nach 10 JahrenFBI löst deutschen Klinik-Krimi um 400.000 Euro

J. Edgar Hoover FBI Gebäude mit Flaggen

Copyright: IMAGO / imagebroker

J. Edgar Hoover FBI Gebäude mit Flaggen.

Ein dreister Raub, eine Verfolgungsjagd über Kontinente und am Ende die große Überraschung.

Was sich hier abgespielt hat, klingt wie ein Drehbuch aus Hollywood. Ein frecher Diebstahl erschütterte im Juli 2016 das Krankenhaus St. Carolus in Görlitz. Der Vorfall traf die Klinik „ziemlich hart“, wie Geschäftsführer Lutz Möller berichtet. Eine Gruppe, bestehend aus vier Männern und einer Frau, drang mit einem minutiös ausgearbeiteten Plan in das Klinikgebäude ein. Ihr Ziel war ganz klar: kostspielige medizinische Apparate. Sie stahlen Ausrüstung mit einem Gesamtwert von 400.000 Euro und konnten dann unbemerkt durch einen Hintereingang flüchten.

Das Diebesgut wurde danach als Computerteile getarnt und auf den langen Weg nach Kolumbien geschickt. In Kolumbien bereiteten Helfer die gestohlene Technik auf. Anschließend verkauften sie diese über den Schwarzmarkt an Kliniken in Südamerika und den Vereinigten Staaten. Aber der Einbruch in Görlitz war bei Weitem nicht alles. Die Gruppe agierte europaweit, was schließlich Europol alarmierte. Ein erster Durchbruch gelang im November 2017. Nach weiteren Taten in Peru sowie Israel wurden elf Mitglieder der Bande verhaftet. Das berichtet „t-online“.

Das FBI kommt der Bande auf die Spur

Der Fall nahm eine entscheidende Wendung, als sich die amerikanische Bundespolizei FBI einschaltete. Auslöser war der Fund von Diebesgut in Miami. Dieses stammte aus einem Verbrechen in Niedersachsen. Daraufhin starteten umfangreiche Untersuchungen und Razzien in den USA, aber auch in Kolumbien und Panama. Die amerikanischen Fahnder konnten am Ende die komplette Organisation der Gruppe zerschlagen. Seit Frühjahr 2019 wurden in Deutschland keine weiteren Taten mehr registriert, die man dieser Serie zurechnen konnte.

Und dann, im Mai 2024, die unglaubliche Meldung aus Amerika: Das FBI teilte Europol mit, dass insgesamt 84 gestohlene Apparate sichergestellt worden waren. Davon kamen 41 aus Deutschland. Zwei Endoskope ließen sich tatsächlich eindeutig dem Diebstahl im Görlitzer Krankenhaus St. Carolus zuordnen. Und das ein ganzes Jahrzehnt nach dem Einbruch.

Klinik-Chef in Görlitz ist sprachlos

Schon im November wurden die wieder aufgetauchten Geräte offiziell übergeben, was in Görlitz für riesige Freude und Erstaunen sorgte. Klinik-Chef Lutz Möller fasste es zusammen: „Dass wir die Technik je wiederbekommen, hätten wir nicht gedacht.“ Aber diese unfassbare Story hat einen kleinen Dämpfer: Es ist unklar, ob das Krankenhaus die wertvollen Endoskope überhaupt noch nutzen kann. Zuerst muss geklärt werden, ob die Instrumente nach so langer Zeit noch mit der aktuellen Technologie funktionieren. Außerdem hat die Klinik für die gestohlenen Apparate längst Ersatz beschafft. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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