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Hendrik Streeck Wann ist Omikron-Welle vorbei? Virologe gibt Einschätzung zur Corona-Lage

Hendrik Streeck (hier im RTL Nachtjournal) hat sich zur aktuellen Corona-Lage geäußert.

Hendrik Streeck (hier im RTL Nachtjournal) hat sich zur aktuellen Corona-Lage geäußert.

Wann haben wir es endlich durch die Omikron-Welle geschafft? Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sagt: „Wir sind auf einem sehr guten Kurs.“

Omikron rollt weiter und verbreitet sich rasend schnell. Täglich werden neue Rekorde bei den Infektionszahlen registriert. Die Frage nach einem Ende der Corona-Welle wird immer lauter. Virologe Hendrik Streeck hat nun eine Einschätzung der Lage gegeben.

„Ich glaube, wir sind gerade auf einem sehr guten Kurs“, sagte er im Gespräch mit Pinar Atalay bei „RTL Direkt“ am Montagabend (31. Januar). „Wir werden bald die Trendumkehr haben. Das sehen wir jetzt schon im R-Wert, dass das Wachstum der Infektionszahlen zurückgeht. In zwei bis drei Wochen werden wir diese Umkehr haben und dann sollte man auch über Öffnungen nachdenken.“

In der Diskussion über mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen drückt die Regierung unterdessen auf die Bremse und verweist darauf, dass die Omikron-Welle ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe. In dem Moment, wo man das Gefühl habe, verantwortlich lockern zu können, würden Bundes- und Landesregierungen diesen Schritt gehen, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag. Im Augenblick sei es aber „noch ein bisschen verfrüht“, schon diesen Schritt zu machen.

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Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen warnte: „Wir sind noch nicht übern Berg.“ Es gebe keinen Anlass für kurzfristige Öffnungsmaßnahmen.

Hendrik Streeck: „Weil das Virus so oft mutiert“

Hendrik Streeck äußerte sich außerdem zur Aussage von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmer (B`90/Grüne), Wissenschaftler sollten keine politischen Ratschläge geben, zum Beispiel zum Thema Impfpflicht.

Streeck: „Die Wissenschaft ist leider politisch geworden. Das Virus ist politisch geworden. Und ich habe gesagt, über die Machbarkeit und die Verhältnismäßigkeit, dazu will ich mich gar nicht äußern. Das ist eine politische Frage.“

Aber er könne sich sehr wohl virologisch und immunologisch dazu äußern, so der Bonner Virologe. „Und da habe ich ja auch ziemlich deutlich gesagt, warum ich diesen Aspekt der Impfpflicht, auch wenn ich ihn politisch und emotional verstehe, kritisch sehe. Weil das Virus so oft mutiert, dass der Impfstoff eher ein Eigenschutz ist und kein Fremdschutz und aus vielen anderen Gründen.“ (jv/dpa)

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