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Hammer-Urteil in New YorkBank muss betrogener Seniorin Millionen zahlen

Justitia mit Waage und den Worten unschuldig und schuldig

Justitia urteilt: Citibank schuldig, doch Berufung läuft (Symbolbild).

Ein Finanzinstitut ignorierte eine schamlose Abzocke bei einer ans Bett gefesselten Dame.

Eine saftige Strafe für die Citibank! Ein New Yorker Gericht hat das Institut zu einer Zahlung von beinahe 3,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet circa 2,98 Millionen Euro) an eine 80 Jahre alte Dame aus Queens verdonnert. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Bank soll offensichtliche Anzeichen für einen Schwindel bei den Finanzen der Frau übersehen und dann auch noch wichtige Unterlagen in dem Prozess verschwiegen haben.

Im Mittelpunkt steht Leileth Faye Graham. Die frühere Rechtsanwaltsgehilfin ist seit einem Schlaganfall bettlägerig. Ihre Hilflosigkeit wurde anscheinend von einer Angehörigen schamlos ausgenutzt, die mehr als 772.000 Dollar (rund 658.000 Euro) von ihren Bankkonten entwendete. Die zuständige Richterin zögerte nicht und verhängte eine Verdreifachung des Schadenersatzes, gestützt auf den „Electronic Funds Transfer Act“. Das berichtet „FOCUS online“.

Aber das ist noch nicht alles: Zusätzlich wurde eine weitere Geldstrafe von 10.000 Dollar (circa 8.500 Euro) fällig. Der Grund: Das Institut habe „über 14 Monate lang kritische Beweise zurückgehalten“. Die Citibank weist laut „New York Post“ jede Schuld von sich und will das Urteil anfechten. Die Angehörigen der geprellten Rentnerin bangen jetzt um die baldige Auszahlung des Geldes.

Ingrid Gayle, ihre Nichte, äußerte gegenüber der „New York Post“: „Es wäre wirklich traurig, wenn wir für sie kämpfen und sie nicht einmal einen Teil des Geldes genießen könnte“. Nach Ansicht des Gerichts hätte das Finanzinstitut die Abzocke durch angemessene Sicherheitsvorkehrungen stoppen können. Der Rechtsbeistand von Grahams gesetzlichem Betreuer feierte die Entscheidung als „wegweisend“. Sie mache deutlich, dass Geldinstitute für unbefugte Abbuchungen geradestehen müssen.

Falls man selbst zum Ziel von Kontobetrügern wird, zählt jede Sekunde. Kontaktieren Sie unverzüglich Ihr Geldinstitut, um das Konto oder die Karte blockieren zu lassen. Fremde Buchungen sollten sofort gemeldet werden, damit nicht noch mehr Schaden entsteht. Häufig ist es zudem sinnvoll, eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben und sämtliche relevanten Kennwörter zu erneuern. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.