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Süßester Quak-StauGroßstadt stoppt Berufsverkehr für süße Entenfamilie

Entenfamilie geht auf einer Stadtstraße mit Autos, Menschen versuchen, Vögel vor dem Verkehr zu retten, Mutter mit Entenküken.

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Entenfamilie geht auf einer Stadtstraße mit Autos, Menschen versuchen, Vögel vor dem Verkehr zu retten, Mutter mit Entenküken, städtische Tierwelt 1133604955

In Warschau herrscht Ausnahmezustand: Für eine Entenfamilie sperrte die Polizei die Stadtautobahn. Freie Fahrt für Polens süßeste Promis.

Wie das polnische Nachrichtenportal „TVN24“ berichtet, hat sich in Warschau kürzlich ein außergewöhnliches Schauspiel ereignet. Mitten im Berufsverkehr der polnischen Hauptstadt kam das Leben auf einer der wichtigsten Verkehrsarten zum Stillstand. Der Grund war jedoch kein Unfall oder eine Baustelle, sondern eine Mutter mit ihren Küken: Eine Familie von Gänsesägern machte sich auf den Weg vom königlichen „Łazienki-Park“ zur Weichsel.

Sechs Fahrspuren für den Nachwuchs

Das Problem für die unter Naturschutz stehenden Vögel ist die Geografie der Stadt. Die Tiere brüten traditionell in den alten Baumhöhlen des Schlossparks, doch unmittelbar nach dem Schlüpfen müssen die Küken zum Fluss, um Nahrung zu finden. Zwischen dem sicheren Park und dem rettenden Ufer liegt jedoch die „Wisłostrada“, eine sechsspurige Schnellstraße, die täglich von zehntausenden Fahrzeugen genutzt wird.

Damit die gefiederten Stadtbewohner sicher an ihr Ziel gelangen, greifen die Behörden zu drastischen Mitteln. Sobald die Freiwilligen des Warschauer Grünflächenamtes die Wanderung melden, rücken Polizei und Stadtgarde aus. Mit Blaulicht und Absperrgittern wird der Verkehr komplett lahmgelegt, bis auch das letzte Küken die Asphaltwüste überquert hat.

Eine Stadt im Enten-Fieber

Was in anderen Metropolen vermutlich zu wütenden Hupkonzerten führen würde, wird in Warschau mittlerweile als liebenswerte Tradition gefeiert. Passanten bleiben stehen, zücken ihre Smartphones und Autofahrer warten geduldig, bis die Polizei die Strecke wieder freigibt.

Arbeiter befestigen einen Zaun, um Enten auf einem kleinen Teich in Warschau zu schützen.

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Arbeiter befestigen einen Zaun, um Enten auf einem kleinen Teich in Warschau zu schützen. (Archivbild)

Laut den Berichten von „TVN24“ wird die Aktion von einem großen Netzwerk aus Ehrenamtlichen unterstützt, die die Nester bereits Wochen im Voraus beobachten.

Für die Gänsesäger ist die Überquerung der Schnellstraße der gefährlichste Moment ihres Lebens. In der Vergangenheit endeten diese Wanderungen oft tödlich unter den Reifen der Autos.

Heute stehen die Vögel, die zum europäischen Schutzgebiet „Natura 2000“ gehören, unter besonderem Schutz der Stadtverwaltung. Nach der erfolgreichen Überquerung am Mittwoch konnten Mutter und Nachwuchs sicher in die Weichsel gleiten – bis zum nächsten Frühjahr, wenn das Watscheln durch die Großstadt von vorn beginnt. (jag)

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