Mordversuch mit Giftspritze: Bauer muss lange in Haft
Gift-Anschlag im AutoLandwirt (41) muss für Mordversuch an Ehefrau ins Gefängnis

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Ein Urteil wegen versuchten Mordes ist gesprochen. (Symbolbild)
Hammer-Urteil in Paderborn! Ein Bauer (41) muss für sieben Jahre und zehn Monate hinter Gitter. Sein Verbrechen: Er versuchte, seine eigene Frau (36) mit einem Pestizid umzubringen.
Für das Landgericht Paderborn stand fest, dass der Mann seine getrennt lebende Partnerin letzten November im Auto attackierte. Mit einer sogenannten Revolverspritze jagte er ihr die giftige Flüssigkeit in den Schenkel.
Streit um Geld eskalierte im Auto
Das Drama nahm nach einem Behördengang seinen Lauf. Das Paar war auf dem Rückweg von einem Gespräch beim Jugendamt, wo es um Zahlungen für ihre Kinder ging. Laut Anklageschrift entbrannte daraufhin ein heftiger Zoff im Auto.
Plötzlich zog der 41-jährige Deutsche die Spritze. Seine Frau wehrte sich mit aller Kraft, konnte den Stich aber nicht verhindern. Das Gift wirkte blitzschnell: Die 36-Jährige bekam eine Atemlähmung und schwebte in höchster Lebensgefahr.
Rentnerin (75) wird zur Heldin des Tages
Ihr Überleben hat die Frau einem unglaublichen Glücksfall zu verdanken – und einer couragierten Seniorin. Eine 75-Jährige wurde Zeugin des Vorfalls, startete Wiederbelebungsversuche und rief den Notarzt. Laut Gutachter-Einschätzung hat sie der Frau damit das Leben gerettet.
Der Ehemann, so die Überzeugung des Gerichts, wollte seine Tat vertuschen. Es dauerte Stunden, bis im Krankenhaus klar war, was seiner Frau angetan wurde. Bis dahin soll der Mann wiederholt probiert haben, die Tat zu verschleiern. (dpa/red)
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