Jülich: Erst Wasserknappheit, jetzt Keime im Trinkwasser.
Gefahr aus dem HahnBakterien im Trinkwasser gefunden – Stadt ruft zum Abkochen auf

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Bei Trinkwasserproben in Jülich wurden Bakterien entdeckt. Bürger sollten das Wasser vor der Verwendung abkochen.
Für Jülich kommt es knüppeldick! Nach der extremen Wasserknappheit gibt es nun die nächste Hiobsbotschaft: Die Stadtwerke warnen vor bedrohlichen Bakterien im Leitungswasser. Das ist eine zweifache Bürde für die Anwohner.
Eine Routine-Überprüfung im Ortsteil Güsten brachte den Befund: Enterokokken wurden im Wassernetz entdeckt. Diese Mitteilung kam von den Stadtwerken. Es geht hierbei um Darmkeime, die vor allem für Personen mit schwacher Abwehr ein Gesundheitsrisiko sind und Krankheiten hervorrufen können.
Dringender Aufruf der Stadtwerke: Wasser muss gekocht werden!
Daraus folgt eine unmissverständliche Anweisung an alle Einwohner im Stadtgebiet: Jegliches Wasser, das zum Konsum, für die Mundhygiene oder zum Kochen genutzt wird, ist bis auf unbestimmte Zeit als Vorsichtsmaßnahme aufzukochen.
Ein Defekt an einer Leitung wird als Grund für die Kontamination angenommen. Zur Lokalisierung der exakten Stelle entnimmt man aktuell im kompletten Versorgungsbereich zusätzliche Wasserproben. Die Analyse dieser Tests wird ungefähr zwei Tage in Anspruch nehmen.
Warum eine Chlorung jetzt keine Lösung ist
Eine umgehende Desinfektion des Wassers mit Chlor kommt derzeit nicht infrage. Der Hintergrund ist, dass dies die Resultate der frischen Proben verfälschen und die Ursachenforschung behindern würde.
Diese Lage ist für die Jülicher Bevölkerung besonders prekär, weil schon seit Pfingsten aufgrund der Hitze das Trinkwasser rar ist. Die Versorger hatten die Bürger bereits vor der Entdeckung der Keime dazu angehalten, „sehr sparsam“ mit dem kostbaren Nass umzugehen. Das Bewässern des Rasens sowie das Füllen von Schwimmbecken sollte man daher auch weiterhin unterlassen. (dpa/red)
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