Ein Elektroauto fängt Feuer, drei Menschen haben keine Chance. Jetzt kommt der Fall vor Gericht.
Feuer-Hölle in SchwerteTesla wird zur Todesfalle – Anklage nach Crash-Drama

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Feuerwehr und Rettungswagen bei einem Einsatz.
Die schreckliche Tragödie in Schwerte (NRW) erschüttert die Menschen noch immer. Vergangenen Herbst wurde ein Tesla zur tödlichen Falle. Ein 43-jähriger Mann und zwei Kinder (9) verbrannten in dem E-Auto, nachdem es gegen einen Baum geprallt war und sofort in Flammen aufging. Die Insassen waren Berichten zufolge auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier für Kinder. Nur ein drittes Kind, ebenfalls neun Jahre alt, konnte sich aus dem brennenden Wrack befreien.
Nun hat die Tragödie rechtliche Konsequenzen. Einem 57-jährigen Mann aus Schwerte wird von der Staatsanwaltschaft der Prozess gemacht. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Am 7. September des vergangenen Jahres soll er den Tesla bei einem Überholvorgang behindert haben, was dazu führte, dass der 43-jährige Fahrer die Herrschaft über sein Auto verlor. Das berichtet „t-online“.
Versagte die Technik? Schock-Details aus Gutachten
Ein Sachverständigengutachten zum Unfall enthüllt nun erschütternde Einzelheiten. Die automatische Funktion zum Öffnen der Türen und Fenster des Tesla, die nach einem Unfall hätte anspringen müssen, funktionierte nicht. Staatsanwalt Tobias Schülken sagte der „Bild“-Zeitung: „Warum diese Automatik versagte, konnte der Experte nicht feststellen.“ Für den Tod der Insassen könne man dem Hersteller daher keinen Vorwurf machen. Eine Rettung wurde unmöglich, da sich die versenkbaren Türgriffe von außen nicht öffnen ließen.
Keiner will zuständig sein: Behörden schieben sich den Ball zu
Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) ist ebenfalls über die Resultate des Gutachtens informiert. Jedoch sieht sich die Behörde nicht in der Verantwortung. Ein Sprecher teilte mit, die offizielle Zulassung für die Tesla-Türverschlüsse sei von einer niederländischen Behörde erteilt worden. „Etwaige Rückrufe können nur von der Behörde initiiert werden, die die Genehmigung erteilte“, so die Aussage.
Schon im März 2024 hatte der ADAC die versenkbaren Türgriffe als „Sicherheitsrisiko“ bezeichnet. Der Automobilclub argumentierte, dass selbst professionelle Helfer mehr Zeit benötigen, um zu den Insassen vorzudringen, wenn sich die Türen nicht leicht öffnen lassen. Eine mechanische Lösung bietet laut ADAC die besten Aussichten, um nach einem Zusammenstoß die Türen von außen öffnen zu können. (red)
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