Ein Fall, der für Kopfschütteln sorgt: Zwei gewaltige Cannabis-Anlagen am Niederrhein wurden hochgenommen. Aber die vermeintlichen Finanziers sind nun vom Landgericht Mönchengladbach freigelassen worden – und der Grund dafür ist kaum zu fassen.
Justiz-Hammer im Drogen-VerfahrenKöpfe hinter Mega-Plantage mit 8000 Pflanzen laufen frei

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Zwei mutmaßliche Geldgeber von Cannabis-Plantagen sind freigesprochen worden. (Symbolbild)
Fast vier Jahre ist es her, dass am Niederrhein zwei gewaltige Cannabis-Anlagen mit Tausenden Gewächsen aufgedeckt wurden. Der Hauptverantwortliche und fünf Komplizen wurden schon zu langen Gefängnisstrafen verdonnert. Doch jetzt die verblüffende Entwicklung: Die zwei angeblichen Investoren, niederländische Staatsbürger (37 und 40), sind nun freie Männer.
Hammer im Gerichtssaal: Anklägerin fordert selbst Freispruch
Vor dem Landgericht Mönchengladbach kam es zu einer krassen Kehrtwende. Laut Informationen der dpa basierte die gesamte Anklage gegen die zwei Männer im Wesentlichen auf den Worten eines schon verurteilten Mittäters. Am Ende war das aber einfach nicht genug.
Weil es keinerlei andere Beweise auf dem Tisch gab, forderte die Anklagevertreterin direkt zum Prozessauftakt, die Beschuldigten freizulassen. Dem schloss sich das Gericht an. „Es fehlt an objektiven Beweisen für ihre Beteiligung an Drogengeschäften“, lautete die knallharte Begründung der Richterin für die Entscheidung.
Es ging um 520 Kilo Gras in nur zwei Jahren
Das Ausmaß der Drogen-Operation war enorm. An den Standorten in Mönchengladbach und Nettetal wurden laut den Ermittlern in nicht einmal 24 Monaten wenigstens 520 Kilogramm des Rauschgifts produziert.
Bei der Razzia konfiszierten die Beamten dann etwa 8.000 der Gewächse. Der damalige Schätzwert der Drogen: satte 672.000 Euro. Für die zwei Männer, die jetzt freikamen, bleibt die ganze Sache ohne rechtliche Folgen. (red)
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