Mutter sperrte Tochter (8) jahrelang ein – jetzt Revision
Irre Wende im Fall AttendornVerurteilte Mutter legt Revision ein und will Bewährung

Copyright: Bernd Thissen/dpa
Das Landgericht Siegen hat das Urteil verkündet. (Archivbild)
Ein unfassbares Drama aus dem Sauerland: Eine Mutter (49) hielt ihre eigene Tochter jahrelang gefangen. Jetzt wurde sie zu fünf Jahren Haft verurteilt, doch die juristische Auseinandersetzung ist noch nicht vorbei.
Die verurteilte Frau will gegen das Urteil des Landgerichts Siegen vorgehen und zieht nun vor den Bundesgerichtshof. Ihr Verteidiger Peter Endemann bestätigte diesen Schritt einen Tag nach der Verkündung. Die Richter hatten die 49-Jährige wegen Freiheitsberaubung, Misshandlung Schutzbefohlener und der Verletzung von Erziehungspflichten für schuldig befunden.
Anwalt fordert Bewährung für verurteilte Mutter
Der Jurist strebt für seine Mandantin eine Strafe zur Bewährung an. Laut Endemann würde dies ihr den Weg zu einer notwendigen Therapie ebnen. Das Gericht war überzeugt, dass die Frau ihr Kind seit dem frühen Kindesalter in der Wohnung der Großeltern in Attendorn (Sauerland) von der Außenwelt abgeschottet hatte.
Das Mädchen wurde im September 2022 befreit – im Alter von acht Jahren. Die jahrelange Isolation hinterließ katastrophale Spuren: Das Kind leidet unter gravierenden psychischen, physischen sowie sozial-emotionalen Beeinträchtigungen.
Auch Großeltern auf der Anklagebank
In den Fall waren auch die Großeltern verwickelt. Die 80-jährige Großmutter wurde als Mittäterin zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der Großvater (84) erhielt als „Gehilfe“ eine Strafe von 15 Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
