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Irres Sport-ExperimentDeutscher Olympia-Held will legal dopen – und friert sein Sperma ein

Marius Kusch und Ole Braunschweig beim Schwimmen

Copyright: IMAGO / Eibner

Marius Kusch und Ole Braunschweig beim Schwimmen.

Eine umstrittene Sportveranstaltung legalisiert Doping. Ein Top-Schwimmer aus Deutschland macht mit und setzt alles auf eine Karte.

Die „Enhanced Games“ sorgen für Furore in der Sport-Szene, ein revolutionäres Wettkampfkonzept, das bisherige Regeln bricht. Der Clou: Substanzen zur Leistungssteigerung sind unter medizinischer Beobachtung gestattet. Die Veranstalter wollen damit menschliche Leistungsgrenzen neu ausloten und unglaubliche Rekorde ermöglichen. Wettbewerbe im Schwimmen, Sprinten oder Gewichtheben sollen als spektakuläre Shows inszeniert und global im Internet gestreamt werden.

Dieses Vorhaben spaltet jedoch die Gemüter. Im Zentrum der Diskussion: der deutsche Schwimm-Profi Marius Kusch, der bereits Europameister war und an Olympia teilnahm. Seine Teilnahme an den umstrittenen Spielen hat eine Welle der Empörung und großes mediales Interesse ausgelöst. Das berichtet „FOCUS online“.

„Wenn man mit Kritik nicht umgehen kann, macht man es nicht“

Kusch persönlich zeigt sich unbeeindruckt. „Wenn man mit dieser Kritik nicht umgehen kann, wenn einem das zu nahe kommt, dann macht es nicht“, sagt er. Er hat ein klares Ziel vor Augen: Mit den zugelassenen Mitteln, den „Enhancern“, möchte er Bestzeiten brechen. Er möchte austesten, was unter diesen neuen Umständen machbar ist, und steht deswegen unter zusätzlicher ärztlicher Aufsicht, weil er das verbleibende Risiko kennt.

Für die Unterstützer steht das wissenschaftliche Potenzial im Vordergrund. Sie möchten herausfinden, welche Performance-Sprünge unter Aufsicht realisierbar sind und welche Effekte die Substanzen auf den Organismus haben. Die Veranstalter kündigten schon an, dass die Wettbewerbe von Forschern begleitet werden.

Zukunftsangst: Darum hat der Schwimm-Star sein Sperma eingefroren

Kuschs direktes Umfeld gibt ihm Rückendeckung für sein Vorhaben. Seine Freunde und die Familie stehen zu ihm. Allerdings gab es auch persönliche Bedenken. Seine Partnerin machte sich Sorgen über potenzielle gesundheitliche Risiken und den gemeinsamen Kinderwunsch. Aus diesem Grund hat Kusch vorsorglich seine Samenzellen kryokonservieren lassen – eine drastische Maßnahme zur Absicherung der Familienplanung.

Die Debatte über die Gefahren geht indes weiter. Manche der Mittel können den Hormonhaushalt, das kardiovaskuläre System oder auch Leber und Nieren schädigen. Gegner des Konzepts mahnen wegen nicht absehbarer Spätfolgen und seelischem Druck. Die nationalen Anti-Doping-Behörden sowie zahlreiche Sport-Offizielle weisen das Konzept entschieden zurück. Sie befürchten eine Abkehr von sportlichen Grundwerten und mangelnde Fairness im Wettstreit.

Schwimm-Boss entsetzt: „Das hat das Gepräge eines Menschenversuchs“

Klare Kante zeigt Jan Pommer, der Chef des Deutschen Schwimmverbandes. Er habe schockiert reagiert, als er von der Idee erfuhr. „Ich bin ja in einem Alter, in dem mir wenig Menschliches fremd ist, aber ich habe mich schon ein wenig gegruselt, muss ich ehrlich sagen, weil das schon ein wenig das Gepräge eines Menschenversuchs zu haben scheint“, so seine Einschätzung. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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