FIFA-Geldsegen für den DFB nach massiver Kritik
DFB-Kritik zeigt WirkungWeltverband lenkt ein und erhöht die Prämien für die WM deutlich

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Die FIFA verteilt bei der WM mehr Geld als zunächst geplant.
Riesen-Jubel beim DFB! Nach massiver Kritik legt die FIFA für die Sommer-WM finanziell ordentlich was drauf. Alle 48 teilnehmenden Mannschaften bekommen deutlich höhere Prämien.
Insgesamt werden vom Fußball-Weltverband nun 871 Millionen US-Dollar (umgerechnet circa 744 Millionen Euro) verteilt. Dies hat der FIFA-Council bei seiner Tagung in Vancouver festgelegt. Geplant waren ursprünglich „nur“ 727 Millionen Dollar. Ein gewaltiger Zuwachs von fast 150 Millionen Dollar!
Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zahlt sich das in barer Münze aus: Der Verband kann jetzt fest mit einer Antrittsprämie von 10 Millionen US-Dollar (vorher 9 Millionen) sowie zusätzlichen 2,5 Millionen Dollar für die Aufwendungen der Vorbereitung (vorher 1,5 Millionen) kalkulieren.
Wirtschaftlicher Erfolg als Grund für den Geldsegen
Der Weltverband rechtfertigte den Finanzsegen nur 44 Tage vor dem Anpfiff des Turniers mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Veranstaltung. Man sei „in der finanziell stabilsten Position ihrer Geschichte“, verkündete FIFA-Präsident Gianni Infantino. Das erlaube es, den Verbänden „auf beispiellose Weise zu helfen“.
Keine Anpassungen gibt es stattdessen bei den Siegprämien für die Spitzenränge. Den Rekordbetrag von 50 Millionen US-Dollar für den künftigen Weltmeister hatte der Weltverband bereits im Dezember bekannt gegeben.
Warum der DFB zuvor „wirklich Unbehagen“ hatte
Im Vorfeld hatte der DFB die anfänglichen Prämien-Pläne deutlich als mangelhaft bemängelt. Der Gesamtbetrag war zwar so üppig wie niemals zuvor. Jedoch treten bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ab dem 11. Juni auch 16 Verbände mehr an als noch 2022 in Katar. Für die Mehrheit der Teams wäre im Vergleich zum Katar-Turnier daher nur eine minimale Anhebung der Gelder herausgesprungen.
Die monetäre Ungewissheit für den DFB wurde zusätzlich durch den volatilen Dollarkurs und die abweichende Versteuerung der Einnahmen in den einzelnen US-Bundesstaaten erhöht. Geschäftsführer Andreas Rettig hatte vor der Aufstockung der Prämien gemahnt, dass diese Lage dem DFB „wirklich Unbehagen“ bereite. (dpa/red)
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