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Sechs Tote in NachbarlandInferno in Linienbus – Identifizierung der Opfer kann Tage dauern

In der Schweiz hat es bei einem Unglück mit einem Linienbus mehrere Tote und Verletzte gegeben.

Copyright: Portugueses na Suíça

In der Schweiz hat es bei einem Unglück mit einem Linienbus mehrere Tote und Verletzte gegeben.

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Meterhohe Flammen, Rauch bis in den Himmel: In Kerzers kommt es in einem Linienbus zum Inferno. Was Zeugen berichten – und was die Polizei über die Ursache weiß.

Bei einem schweren Brand in einem Linienbus sind in der Schweiz sechs Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere sowie ein Sanitäter wurden verletzt. Drei der Verletzten schwebten am Abend noch in Lebensgefahr. 

Die Identifizierung der Toten könnte laut Polizei mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die dazu notwendigen forensischen Arbeiten liefen, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Freiburg der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Mittwochmorgen (11. März). Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet.

Sechs Tote in der Schweiz: Feuer möglicherweise vorsätzlich gelegt

„Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, hatte die Polizei bereits am späten Dienstagabend (10. März) mitgeteilt. „Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.“ Der Brand sei kurz vor der Endstation in der Ortschaft Kerzers (westlich der Hauptstadt Bern) ausgebrochen. 

Bei einer Pressekonferenz wurde die Polizei gefragt, ob es sich um einen Terroranschlag handeln könnte. Dazu könnte noch nichts gesagt werden, antwortete der Sprecher.

Die Zeitung „Blick“ zitiert einen Augenzeugen im Ort Kerzers, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Die Polizei bestätigt das so nicht, sagt aber, dass der Brand durch menschliches Verschulden ausgelöst wurde.

In sozialen Medien kursierten Bilder von dem brennenden Gefährt. Meterhohe Flammen und eine Rauchsäule, die weit in den Himmel ragte, waren darauf zu sehen. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus. 

Auf den Bildern sind zahlreiche Menschen zu sehen, die den brennenden Bus mit Handy-Kameras filmen. Später war an der Straße nur noch das Metallgerippe des Busses zu sehen.

Es handelt sich um einen Bus des Unternehmens Postauto, das vor allem Linien-Verbindungen im ländlichen Raum anbietet. Auch in der Nacht nach dem Vorfall blieben noch viele Fragen offen. Auch, wie viele Menschen zum Unglückszeitpunkt an Bord des Busses waren.

Brandermittler untersuchen die verkohlte Hülle eines Linienbusses.

Copyright: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa

Brandermittler untersuchen die verkohlte Hülle eines Linienbusses, der am Dienstag (10. März 2026) in der Gemeinde Kerzers Brand geraten war.

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin erklärte: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“

Die Hintergründe des Vorfalls würden nun geklärt. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Und ich denke an die Verletzten und die Rettungskräfte.“ (dpa/mg)


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