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Bluttat im WettbüroMann (34) schoss auf drei Menschen – jetzt steht er vor Gericht

Prozess um Schüsse in Gießener Wettbüro

Copyright: Fotoreport-DB/dpa

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten versuchten heimtückischen Mord, gefährliche Körperverletzung sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last.

Bluttat in Wettstube: Schütze (34) schweigt vor Gericht.

Gießen – Eisiges Schweigen zum Prozessbeginn: Ein 34-jähriger Mann, der in einer Gießener Wettstube um sich geschossen und drei Menschen verletzt haben soll, äußerte sich zu den Vorwürfen erstmal nicht. Die Anklage ist eine Wucht: versuchter Mord aus Heimtücke, gefährliche Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Der Prozess vor dem Landgericht in Gießen startete, war aber schnell wieder vorbei. Der Angeklagte machte von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Das Geschehen vom 11. Oktober 2025 dauerte laut Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger nur wenige Sekunden. Der Mann soll das Wettlokal am zentralen Marktplatz betreten, eine halbautomatische Pistole gezogen und ohne Vorwarnung gezielt auf zwei Personen geschossen haben, die vor ihm saßen.

„Bei dieser Schussabgabe kam es aber zu einem Abpraller, der noch eine weitere Person getroffen hat, die an einem Spielautomaten gesessen hat“, so Hauburger. Ein unfassbares Detail, das die pure Willkür der Tat zeigt.

War ein alter Streit der Auslöser für die Schüsse?

Der 34-Jährige soll, nachdem er das Wettbüro verlassen hatte, einen weiteren Schuss auf den Eingang abgefeuert haben, der aber niemanden traf. Die Waffe entsorgte er in einer Mülltonne und ging dann nach Hause. Noch am selben Abend klickten für ihn die Handschellen.

Die drei Opfer, 16, 27 und 40 Jahre alt, erlitten durch die Kugeln Wunden an Beinen sowie am Oberkörper. Ermittler vermuten nach der Analyse von Zeugenaussagen, Videomaterial und Handydaten, dass ein handfester Streit im September zwischen dem Beschuldigten und einem der Opfer der Grund für die Bluttat war.

Schüsse auf Marktplatz in Gießen

Copyright: Andreas Arnold/dpa

Bei der Tat in einem Wettbüro in der Gießener Innenstadt waren drei Menschen durch Schüsse verletzt worden. (Archivbild)

Doch dann der Hammer zum Prozessauftakt: Genau dieses Opfer, das im Verfahren auch als Nebenkläger auftritt, tauchte einfach nicht vor Gericht auf, obwohl er als Zeuge geladen war. Die anderen Anwesenden kannten sich laut Hauburger zwar teilweise, sollen aber in den ursprünglichen Konflikt nicht verwickelt gewesen sein.

Verteidiger kündigt Aussage des Angeklagten an

Die genauen Motive für die Tat liegen damit weiter im Dunkeln. „Wir hoffen aber, dass wir das im Rahmen der Hauptverhandlung noch weiter aufhellen können“, sagte der Oberstaatsanwalt. Der Angeklagte hüllte sich in Schweigen, so wie er es schon während der gesamten Ermittlungen getan hatte.

Frank Richtberg, sein Verteidiger, kündigte allerdings an, dass sein Mandant sich beim nächsten Termin am 22. Juni zu den Anschuldigungen äußern wird. Stattdessen schaute sich das Gericht am ersten Tag Aufnahmen der Überwachungskamera aus dem Wettlokal sowie Bilder von einer Kamera der Stadtwerke in Gießen an. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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