Telefonterror bei der Polizei Betrunkene Frau wählt über 50 Mal den Notruf – jetzt droht ihr Knast

Ein Polizeiwagen steht nach einem Unfall auf der Straße.

Die alkoholisierte Frau wurde nach Verwarnung zu Hause abgeholt und musste die Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizei verbringen. Das Foto von November 2022 zeigt einen Polizeiwagen nach einem Unfall auf der Straße.

Eine alkoholisierte Frau rief innerhalb eines Tages mehr als 50 Mal die Polizei an – ohne einen echten Notfall zu melden. Jetzt droht ihr eine Geldstrafe, und vielleicht sogar das Gefängnis.

Im betrunkenen Zustand kommen viele Menschen auf allerhand kuriose Ideen. Manche nehmen Straßenschilder als Souvenir mit nach Hause, andere bestellen Unmengen an Essen und einige halten es für clever, ihre Kontaktliste im Handy abzutelefonieren.

Eine Frau aus Wolfsburg hatte jedoch nur einen Kontakt, den sie immer und immer wieder anrief. Damit löste die 51-Jährige einen regelrechten Telefonterror aus – und das ausgerechnet bei der Polizei.

Alkoholisierte Frau in Wolfsburg rief 59 Mal den Notruf

Am Donnerstagmittag (01. Dezember) wählte sie zum ersten Mal den Notruf. Die Anrufe der alkoholisierten Frau dauerten schließlich bis zum frühen Freitagmorgen an: Dann wurde es den Beamten endgültig zu bunt. 

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Dass die Frau stark betrunken gewesen war, stellten die Beamten schnell fest: „Die Anrufe erfolgten nach starkem Alkoholkonsum und die Frau machte einen wirren Eindruck“, heißt es von der Polizei Wolfsburg im Interview mit RTL.

Nachdem die Frau bereits 19 Mal den Notruf gewählt hatte, ohne dass ein echter Notfall vorlag, fuhren die Polizisten am Donnerstagnachmittag zu ihr nach Hause und klärten sie über das Strafmaß auf, welches sie bei falschen Notrufen erwartet.

Die Warnung brachte jedoch nichts: fleißig terrorisierte die 51-Jährige weiterhin die Leitstelle, bis ein Richter des Landgerichts in Braunschweig die Beschlagnahmung des Handys anordnete. 

Doch die Frau war ein Profi: kurzerhand stieg sie auf ihr Festnetztelefon um. Bis 03:40 Uhr am Freitagmorgen (2. Dezember) terrorisierte sie die Polizei mit insgesamt 59 Anrufen, dann zogen die Beamten den Schlussstrich. Die Frau kam bis zum Freitagvormittag in die Ausnüchterungszelle. 

Der Wolfsburgerin droht jetzt eine Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen. Die zu erwartende Strafe: Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Gefängnis. Zudem muss sie für die Polizeifahrt von ihrer Wohnung bis zur Wache 150 Euro bezahlen.

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