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Berlin-AlbtraumDreck, Drogen und jetzt auch noch Gift-Alarm im Hochhaus

Asbestzementrohre und Dachabfälle in einem weißen Sack

Copyright: IMAGO / Edgars Sermulis

Asbestzementrohre und Dachabfälle in einem weißen Sack.

Für die Mieter ist es die Hölle auf Erden. Und die Lage spitzt sich weiter zu.

Pützen aus Urin im Stiegenhaus, ein stechender Geruch und Abfall an jeder Ecke – das ist die traurige Realität für die Leute in einem Wohnblock in Berlin-Kreuzberg. In den Korridoren finden sich laut ihren Schilderungen Kot, Erbrochenes und sogar Spritzen mit Blutresten. Ein Drogensüchtiger, der im Gang schläft, ist kein ungewöhnlicher Anblick. Furcht ist ein alltäglicher Begleiter, insbesondere für weibliche Anwohner. Ein Mieter berichtet, dass er bereits mit einer Klinge angegriffen wurde.

Die Mieter in der Bergfriedstraße 11 wehren sich seit langer Zeit gegen die untragbare Situation. Drogensüchtige gelangen mühelos ins Gebäude, da die Verriegelung der Haupttür häufig kaputt ist. Ein Bewohner, der dort seit 16 Jahren lebt, beklagt, dass sich auch nach Berichten in den Medien nichts nachhaltig verbessert. Es wird kurzzeitig gesäubert, doch dann beginnt der Kreislauf von Neuem. Das berichtet „FOCUS online“.

Nächster Schock: Giftige Fasern im Gebäude?

Aber als ob die Lage nicht schon schlimm genug wäre, gibt es nun eine zusätzliche Befürchtung: Asbest! Ein anonymer Mieter meldete sich besorgt, da im Korridor Kunststofffliesen entfernt wurden. Es besteht der Verdacht, dass der darunterliegende Klebstoff mit Asbest kontaminiert sein könnte. Dies stellt eine nicht sichtbare Bedrohung für die Gesundheit der Anwohner dar.

Was unternimmt die zuständige Gewobag?

Die Gewobag, die als kommunale Wohnungsbaugesellschaft für das Objekt zuständig ist, hat mittlerweile eine Belastung mit Schadstoffen eingeräumt. Es wurden Sanierungsarbeiten angekündigt, die gemäß den rechtlichen Vorschriften durchgeführt werden sollen. Die Gewobag teilte FOCUS online mit, dass die Lage mit großem Ernst behandelt werde. Die Türverriegelung wurde schon verstärkt und ab Ende März soll ein Wachdienst in der Nacht patrouillieren. Eine spezielle Säuberungsaktion wurde ebenfalls zugesagt.

Für die leidgeprüften Mieterinnen und Mieter sind dies nur neue Zusagen in einer endlosen Reihe. Nach einem jahrelangen Kampf gegen Schmutz und Suchtkranke ist die Erwartung einer nachhaltigen Verbesserung niedrig. Es bleibt abzuwarten, ob die versprochenen Schritte dieses Mal tatsächlich eine Wirkung zeigen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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