Frühes Warnzeichen Forscher nennen neues Corona-Symptom, eine Gruppe wohl besonders gefährdet

Mitarbeiter des Gesundheitswesens behandeln einen Patienten, der in die Intensivstation des Krankenhauses Isabel Zendal in Madrid eingeliefert wurde.

Medizin und Forschung entdecken immer mal wieder neue Symptome einer Corona-Infektion. So können auch Ohnmachtsanfälle auf eine Infektion hindeuten. Das Symbolfoto wurde am 13. Januar 2022 auf einer Intensivstation in Madrid aufgenommen. 

Forscherinnen und Forscher haben ein neues Symptom für eine Corona-Infektion entdeckt. Eine Gruppe von Menschen ist besonders gefährdet. Frühe Warnzeichen sollten daher ernst genommen werden. 

Ein 35-Jähriger kam ins Krankenhaus, weil er wiederholt ohnmächtig geworden war. Die Ärzte fanden nichts, doch das SARS-CoV-2-Testergebnis des jungen Mannes fiel positiv aus. Der Fall aus Berlin zeigt, wie unterschiedlich die Symptome einer Covid-Erkrankung sein können und sensibilisiert dafür, frühe Warnzeichen ernst zu nehmen.

Im Laufe der Corona-Pandemie stellen Medizin und Forschung immer mehr Symptome einer Corona-Infektion fest. Zu den bekannteren zählen Husten, Niesen, Halsschmerzen, Geruchs- und/oder Geschmacksverlust sowie Appetitlosigkeit.

Medizin entdeckt neues Corona-Symptom

Doch auch Ohnmachtsanfälle können auf eine Infektion hindeuten, wie nun die „Bild“ berichtet – das Portal bezieht sich dabei auf einen Bericht der „ÄrzteZeitung“.

Bei dem oben beschriebenen Fall aus Berlin löste demnach eine Infektion mit dem Coronavirus die auch Synkopen genannten Kreislaufstörungen aus.

Laut „ÄrzteZeitung“ sahen die Mediziner aufgrund „der reproduzierbaren Umstände, unter denen sich die Synkope manifestiert, der eindeutigen chronologischen Korrelation der Symptome mit der SARS-CoV-2-Infektion und dem Nichtvorhandensein von Eigenschaften, die auf eine strukturelle Herzerkrankung hindeuten“ einen klaren Zusammenhang zwischen Corona und den Ohnmachtsanfällen.

Ohnmachtsanfälle und Corona: Risiko für Menschen ab 60 Jahren

Dazu kommt, dass auch bei Long-Covid-Patienten häufiger Fälle dieser Art aufgetreten waren.

Eine Untersuchung von Forscherinnen und Forschern aus Spanien, Portugal und Italien fand zudem heraus, dass bei 4,2 Prozent der Infizierten (604 Fälle) im Frühstadium der Corona-Infektion eine Ohnmacht (Synkope) oder das Gefühl einer bevorstehenden Bewusstlosigkeit (Präsynkope) aufgetreten war. Die entsprechende Studie mit 14.438 Corona-Patientinnen und Patienten kam auch zum Schluss, dass besonders Menschen ab 60 Jahren betroffen seien.

Die Studie wurde Ende August 2021 in der Wissenschaftszeitschrift „Autonomic Neuroscience: Basic & Clinical“ veröffentlicht. 

Vorerkrankungen begünstigen Ohnmacht bei Corona-Infektion 

Die Forscherinnen und Forscher nehmen zwar an, dass Ohnmacht kein typisches Corona-Symptom ist, doch könne es in manchen Fällen zusätzlich auftreten. Als frühes Warnzeichen für eine mögliche Corona-Infektion sollte es in jedem Fall ernst genommen werden. 

Warum bei manchen Menschen mit Corona-Infektion Ohnmachtsanfälle auftreten und bei anderen nicht, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise steht das Symptom im Zusammenhang mit Bluthochdruck und blutdrucksenkenden Medikamenten.

Auch Krankheiten wie Diabetes mellitus, Fettleibigkeit, Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung) und Herzerkrankungen könnten Ohnmacht bei einer vorhandenen Corona-Infektion begünstigen. (jba)

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