„Da ist die Impfung im Moment egal“ Virologin sagt, was Omikron wirklich gefährlich macht

Virologin Melanie Brinkmann am 13. Januar 2022 bei Maybrit Illner

Die Virologin Melanie Brinkmann brachte am Donnerstag, 13. Januar, bei Maybrit Illner auf den Punkt, was die Omikron-Variante in Deutschland so gefährlich macht.

Die Virologin Melanie Brinkmann brachte am Donnerstag, 13. Januar, bei „Maybrit Illner“ auf den Punkt, was die Omikron-Variante in Deutschland zur wirklichen Gefahr macht.

Am Donnerstagabend (13. Januar 2022) diskutierten die Gäste bei Maybrit Illner über die Frage „Welle oder Wende – ändert Omikron die Corona-Politik?“ – die Meinungen der Expertinnen und Experten in der Runde zur aktuellen Corona-Entwicklung gehen meist in eine ähnliche Richtung.

Zu Gast bei Illner waren am Donnerstag Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Virologin Melanie Brinkmann, Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sowie Journalistin Eva Quadbeck, Leiterin des Hauptstadtbüros beim RND.

Maybrit Illner am 13. Januar: Aussage von Virologin macht Problem mit Omikron deutlich

„Omikron wird fast jeden finden“, „die Virusvariante breitet sich schnellstmöglich aus, auch in Ländern mit hoher Impfquote“ – mit diesen Worten begann die Moderatorin Maybrit Illner die Talkrunde. Doch was heißt das alles für Deutschland? Ist Omikron überhaupt noch aufzuhalten?

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Bei den Corona-Zahlen sei man in Deutschland zuletzt im Blindflug gewesen, gab Brinkmann zu bedenken. Die Virologin vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig sagt: „Fakt ist, das Virus hat sich verändert. (...) Das Problem ist, dass die Impfstoffe bei der Omikron-Variante nicht mehr so gut wirken wie bei der Delta-Variante. Die Boosterung hilft nochmal sehr, aber bei der Infektionsdynamik ist die Impfung im Moment egal.“

Es sei nun mal so, dass auch Geimpfte dazu beitragen, dass sich immer mehr Menschen mit Omikron infizieren.

Brinkmann bei Illner: Geboosterte haben eigenes Risiko stark reduziert

Brinkmann hob jedoch die gute Nachricht hervor: Alle, die dreimal geimpft sind, „haben ihr individuelles Risiko sehr stark reduziert“. In Deutschland sei das Problem die hohe Zahl an Ungeimpften. Daher könne man in anderen Ländern mit höherer Impfquote die Maßnahmen auch mehr lockern als hierzulande. 

In Deutschland sind aktuell 72,3 Prozent der Bürgerinnen und Bürger vollständig (zweifach) geimpft, 45,1 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten, wie das ZDF berichtet.

Ranga Yogeshwar schloss sich den Erläuterungen von Brinkmann an und betonte: „Die Infektionszahlen können hoch sein, aber das ist kein Problem, wenn viele geimpft sind und damit kaum Leute ins Krankenhaus gehen.“ (jba)

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