Große Trauer in Köln Karnevalslegende Hans Süper (†86) ist tot

Trauer in Kölner Umland Fabian (†33) stirbt bei Raubüberfall – jetzt erste Festnahme in Bulgarien

Fabian Esser aus Zülpich (NRW) mit seinem Hund. Der Mann wurde in den Niederlanden getötet.

Fabian (†33) ist in den Niederlanden getötet worden. Ein Tatverdächtiger wurde jetzt festgenommen.

Der Tod von Fabian E. (†33) erschüttert noch immer den kleinen Ort Zülpich in NRW. Jetzt hat es in seinem Fall eine Festnahme gegeben.

Es ist ein Drama, das kaum in Worte zu fassen ist: Der 33-jährige Fabian E. kam im Sommer in Kerkrade (Niederlande) ums Leben, weil er beim Versuch, seine Wohnung zu verkaufen, auf Betrüger reinfiel. Die entrissen ihm seine Geldtasche und flüchteten. Als der Zülpicher sie stoppen will, gerät er unter ihr Auto.

Rund fünf Monate nach Fabian E.s Tod hat die Polizei nun einen der Tatverdächtigen festgenommen.

Fabian E. (†33) aus NRW: Verdächtiger in Bulgarien festgenommen

Wie die niederländischen Behörden bekannt gaben, ist die Verhaftung bereits Ende letzter Woche in Bulgarien erfolgt. Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen etwa 50 Jahre alten Mann, der in Belgien wohnhaft ist. Er soll verschiedene Namen, Alter und Geburtsorte verwenden, berichtet „NL Times“.

Alles zum Thema Polizei NRW

Nach einem mutmaßlichen Mittäter wird weiter gefahndet. Das Duo soll bereits ähnliche Raubüberfälle begangen haben. 

Fabian E. (†) aus Zülpich hatte sich mit Duo in Kerkrade verabredet

Am 23. Juni 2022 hatte sich „Fabio“, wie ihn Freunde nennen, am Fußballstadion in Kerkrade mit zwei Männern verabredet. Sie gaben sich als Geschäftsleute einer luxemburgischen Anlagefirma aus, wollten angeblich die Wohnung (Wert: rund eine Million Euro) des 33-jährigen Zülpichers kaufen.

Aber: Im Zuge des Deals bitten sie Fabian E. um den Eintausch von 100.000 Euro in kleinere Scheine, wie es am Dienstagabend (30. August 2022) in einer Sendung des holländischen Fernsehens hieß.

Ob E. etwas ahnte? Zur Sicherheit hatte der 33-Jährige aus Zülpich (zirka 40 Kilometer von Köln entfernt, Kreis Euskirchen) seinen Onkel dabei. Doch auch er konnte das Drama nicht verhindern.

Fabian grinst in die Kamera. Der 33-Jährige aus Zülpich (NRW) ist in den Niederlanden getötet worden.

Fabian E. war Hobbyfußballer, galt in seinem Umfeld als charmant und extrem beliebt.

Plötzlich entrissen die Männer Fabian den Koffer mit dem Wechselgeld und sprangen in ein Auto. Als Fabian sie stoppen wollte, geriet er unter das Auto – laut Polizei-Angaben war er sofort tot. Die Täter entkamen.

Polizei in den Niederlanden fahndet öffentlich nach den Tätern

Die niederländische Polizei fahndete öffentlich nach den Tätern, unter anderem mit Videos vom Tattag, auf denen auch Fabian zu sehen ist. 

Wie mittlerweile bekannt wurde, sind die Männer noch für weitere Betrugsfälle verantwortlich. Insgesamt sollen sie sechs deutsche Opfer um mindestens eine halbe Million Euro gebracht haben.

Auch bei einem anderen Betrug wurde eines der Opfer nach Polizeiangaben von einem Auto mitgerissen, überlebte aber. Für Hinweise zum Ergreifen der Männer wurde eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt.

Tod von Fabian E.: Polizei setzt Belohnung von 15.000 Euro aus

Für Freunde und Familie von Fabian bleibt nichts als Leere. Der 33-Jährige war begeisterter Hobbyfußballer, ein Familienmensch. In seinem Umfeld galt er als extrem beliebt, hatte viele Freunde und Freundinnen.

„Wir sind gemeinsam groß geworden. Wie gerne wären wir auch gemeinsam mit dir alt geworden“, schreiben vier seiner besten Freunde in einer Traueranzeige. „Wir danken dir für die wundervollen Stunden, die du uns bereitet hast.“

Auch seine Familie findet emotionale Worte. „Mit dem Tod eines geliebten Menschen verliert man vieles, aber niemals die gemeinsam verbrachte Zeit. Deine Lebensfreude wird uns fehlen.“ Die Beisetzung von Fabian E. fand bereits im Juni 2022 statt.

Wer die beiden Gesuchten kennt oder andere nützliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizei in den Niederlanden in Verbindung zu setzen, zum Beispiel unter der Nummer 088-661 77 34. Alternativ können auch deutsche Dienststellen informiert werden.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.